Fehler bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen erkennen und vermeiden

Wenn ich mir Bewerbungen anschaue, entdecke ich auch Fehler oder Schwächen, die zum Teil recht häufig vorkommen. Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, die wichtigsten Fehler aufzulisten, die mir in meiner bisherigen Berufspraxis in Punkto “schriftliche Bewerbung” aufgefallen sind. Ich kann mir vorstellen, dass diese Fehleranalyse nicht bei jedem so gesehen wird. Sie haben dafür auch hier wiederum die Möglichkeit, diese Liste zu kommentieren.

Die Fehler-Liste kann:

1. zeigen, dass Bewerbungsunterlagen nicht “mal eben” heruntergetippt werden sollten;

2. erahnen lassen, wieviele Fehler gemacht werden können;

3. deutlich machen, dass gewisse Fehler offenbar “typische Bewerbungsfehler” sind;

4. dazu gut sein, diese genannten Fehler konkret zu vermeiden und helfen,

eine bessere Bewerbung zu verfassen.

Liste in Form einer Pdf-Datei zum Herunterladen und Abspeichern:

http://berufswahlhelfer.stroever.net/2008_01_18_bewerberfehler_online_version.pdf

Nur, wer aus Fehlern lernt, entwickelt sich weiter.

Gruß,

Silvio Ströver

5 Reaktionen zu “Fehler bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen erkennen und vermeiden”

  1. Strövers pädagogische Berufswahlhilfe » Das Anschreiben: Einen gelungenen Einstieg finden!

    […] erste Fehler findet sich schon in der anonymen Anrede, was ich bereits hier in der Checkliste (Fehler-Liste) erwähnt habe. Der Personaler, der möglicherweise gerade dabei ist, 324 […]

  2. kreetrapper

    So, endlich komme ich dazu, die Liste zu kommentieren, wie ich es Dir schon vor über einer Woche angekündigt hatte.

    Exemplarisch für eine Reihe von anderen sage ich zuerst etwas zu diesem Punkt:

    Sie vergessen, zu unterschreiben. Ihre Unterschrift, idealerweise mit blauer Tinte, muss in der Regel im Anschreiben und im Lebenslauf stehen. (Unterschreiben Sie also besser nicht mit Kugelschreiber.)

    Ich weiß, daß dies nicht Deine Meinung ist, aber ich muß mich trotzdem darüber aufregen. Viele Arbeitgeber machen sich nicht einmal die Mühe auf eine Bewerbung zu antworten. Von einem höflichen Miteinander haben manche wohl noch nie etwas gehört (Mehrfach wurde mir z.B. eine Rückmeldung versprochen, die dann aber nie kam). Und oft werden nicht einmal die Bewerbungsunterlagen zurückgeschickt, was, soweit ich weiß, sogar gesetzlich vorgeschrieben ist.

    Vor diesem Hintergrund fällt es mir extrem schwer, mich als Bewerber in diesem Maße zu verbiegen (ich glaube z.B., daß ich gar kein Schreibgerät habe, mit dem ich mit blauer Tinte unterschreiben könnte), nur um mich bei einem potentiellen Arbeitgeber/Personalchef einzuschleimen, dem ich möglichwerweise völlig egal bin. Die Absagen, die bekommen habe, sind jedenfalls nie mit blauer Tinte unterschrieben gewesen. Oder haben irgendeine Art von Aufwand erkennen lassen. Meistens bekommt man nur Formbriefe mit nichtssagenden Floskeln, wenn überhaupt.

    Idealerweise sind Bewerber und Firma gleichberechtigte Partner, die sich, jeder für sich, überlegen, ob sie eine Geschäftsbeziehung mit dem jeweils anderen eingehen möchten. Der Umgang miteinander sollte natürlich höflich sein (dazu gehört z.B. auch, daß ein Bewerbungsschreiben ordentlich gestaltet und nicht mit zig Fehlern gespickt ist), aber die Höflichkeit darf keine Einbahnstraße sein. Leider ist sie das heutzutage viel zu oft.

    Kurz gesagt, ich finde es sehr bedauerlich, daß es mittlerweile wieder so weit gekommen ist, daß eine solche Schieflage zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber herrscht, daß letztere sich so gut wie alles herausnehmen können und erstere immer nur kuschen müssen. In einer wirklich sozialen Marktwirtschaft sollte das anders aussehen.

    Sie verwenden eine unsichere Abschluss-Formel: “Über eine Einladung WÜRDE ich mich freuen…” Meine Empfehlung, besser Sicherheit signalisieren: Über eine Einladung zu einem persönlichen Gespräch FREUE ich mich. (Indikativ statt Konjunktiv!)

    Der Linguist in mir schreit auf: Indikativ wirkt zwar sicher, ist aber faktisch falsch. Ich freue mich ja noch gar nicht, sondern tue das nur, falls so eine Einladung tatsächlich kommt. Die Verwendung des Indikatives suggeriert, daß ich der Entscheidung des Personalchefs vorweggreife, da ich ja bereits sicher bin, daß er mich einlädt. Ich würde daher beim Konjunktiv bleiben (wenn ich eine Bewerbung schriebe ;-)

    Grundsätzlich muss jedes Anschreiben und jeder Lebenslauf komplett neu überarbeitet werden, je nachdem, wo man sich bewirbt.

    Beim Anschreiben sind wir natürlich d’accord. Das muß immer der aktuellen Bewerbung angepaßt sein. Beim Lebenslauf kann das manchmal vonnöten sein, in der Regel aber nicht. Vor allem halte ich es für überflüssig, den Lebenslauf bei jeder neuen Bewerbung zu überarbeiten. Vielleicht kannst Du mir ja darlegen, warum Du denkst, daß es nötig ist, das bei jeder Bewerbung zu machen.

  3. Strövers Bewerbungsmanagement» Blogarchiv » Einmal abheben, aber bitte möglichst fehlerfrei!

    […] ermöglichen. Daher komme ich auch an dieser Stelle nicht umhin, auf den Schwerpunkt meiner Arbeit hinzuweisen: Jede Bewerberin bzw. jeder Bewerber sollte sich stets überlegen, über welche […]

  4. Jobcoach Ströver » Blog Archiv » Das Anschreiben: Einen gelungenen Einstieg finden!

    […] erste Fehler findet sich schon in der anonymen Anrede, was ich bereits hier in der Checkliste (Fehler-Liste) erwähnt habe. Der Personaler, der möglicherweise gerade dabei ist, 324 […]

  5. Jobcoach Ströver » Blog Archiv » Einmal abheben, aber bitte möglichst fehlerfrei!

    […] “nein” ermöglichen. Daher komme ich auch an dieser Stelle nicht umhin, auf den Schwerpunkt meiner Arbeit hinzuweisen: Jede Bewerberin bzw. jeder Bewerber sollte sich stets überlegen, über welche […]

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