Archiv der Kategorie ‘Kostenloses Material‘

Jobcoach Ströver

Dienstag, den 1. Juli 2008

Endlich steht das neue Weblog, das ich bereits angekündigt hatte! In diesem Weblog http://www.jobcoach.stroever.net werden Sie nicht nur die alten Blogeinträge des Vorgänger-Weblogs wiederfinden, sondern auch alle zukünftigen Beiträge, die sich um die Berufsorientierung und um das Bewerbungstraining drehen.

Das zwischenzeitlich eingerichtete Bewerbungsmanagement-Blog habe ich schnell wieder rausgenommen, um Ihnen mit der etwas flippigeren Subdomain http://www.jobcoach.stroever.net eine hoffentlich ansprechendere Form  anbieten zu können.

Wenn Sie mögen, folgen Sie mir ins neue Jobcoach-Weblog:

http://www.jobcoach.stroever.net

Gruß

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Andere Domain

Dienstag, den 1. Juli 2008

In Kürze wird es ein anderes - als hier angekündigt - Nachfolger-Weblog in Sachen Berufsorientierung geben!

Die neue Bezeichnung ist meiner Ansicht nach noch griffiger und passt besser zum Blog-Konzept. Eine neue Subdomain ist bereits eingerichtet, doch die Blogsoftware ist noch nicht ganz so weit.

In Kürze gibt es hier den neuen - verbindlichen - Link zum Nachfolger-Weblog rund um die Bewerbung und Berufswahl! :-)

Bis dahin,

Silvio Ströver

3sat-Mediathek: Girls Day 2008

Montag, den 28. April 2008

Die Mediathek des Senders 3sat bietet einen Film zum letzten Girls Day 2008.

Klicken Sie dazu in die Sidebar auf “Service” und danach ins Menü “Mediathek”.

http://www.3sat.de

Dort geben Sie “Girls Day” ins Suchfenster ein - fertig!

Viel Spaß dabei,

Silvio Ströver

Girls Day 2008

Freitag, den 25. April 2008

Der diesjährige Girls Day hat hoffentlich vielen Mädchen und jungen Frauen helfen können, sich über den eigenen Wunschberuf im Klaren zu werden. Zahlreiche Aktionen belegen, dass das Thema hoch aktuell ist. Frauen sollen den Beruf ergreifen können, den sie gerne ausüben möchten. Im Übrigen gilt das auch für Männer. Zudem macht es auch einfach Spaß, mit jungen Leuten etwas zu unternehmen, um sie auf die vielen Möglichkeiten im Berufsleben hinzuweisen. Schöne Berichte über diverse Girls-Day-Aktivitäten lesen Sie u. a. hier:

Rebecca berichtet, wie sie ein Herz zum Blinken brachte: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/rebecca

Maria weiß etwas zum Bankwesen zu berichten: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/maria

Melanie hat im Forstamt gearbeitet: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/melanie

Jana schuftete in einer Metallwerkstatt: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/jana

Susanne mischte in der Lokalpolitik mit: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/susanne

Lena war begeistert davon, zu schrauben und zu löten: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/lena

Natascha durfte bei der Telekom u. a. Websites erstellen und Netzwerke einrichten: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/natascha

Sandra beschäftigte sich im Fraunhofer Institut mit dem Zellaufbau: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/sandra

Sabrina “meldete sich” bei der Bundeswehr: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/sabrina

Melissa fragte sich, wie wohl ein Chip funktioniert: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/melissa

Zum Schluss habe ich noch drei Links für interessierte Mädels, die einige Berufe online besser kennenlernen möchten:

http://www.lizzynet.de/dyn/

99610.php?sid=76438027244448539517558655898980

oder auch:

http://www.lizzynet.de/dyn/

99590.php?sid=41857572062378883120907570780910

und

http://www.girls-day.de/zielgruppen/schulen/berufsorientierung/links_tipps

Viel Erfolg!

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Abiturienten aufgemerkt!

Donnerstag, den 17. April 2008

Abiturienten und angehende Studenten aufgemerkt:

Sie möchten gerne studieren, wissen aber leider nicht, was?

Dann können Sie verschiedene Online-Tests zur Studienwahl durchführen, um z. B. nach nur 20 min. zu erfahren, welcher Studiengang evtl. Ihren Fähigkeiten und Neigungen entspricht. Neben dem kostenlosen Online-Test der Ruhr-Universität Bochum “Borakel” können Sie sich auf der Webseite der Universität Hohenheim testen lassen: http://www.was-studiere-ich.de

Viel Erfolg!

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Film für Jungs in der Berufswahl

Freitag, den 4. April 2008

Wie ich auf der Webseite von Kindo las, gibt es für Jungs einen Film auf DVD  zu bestellen. In einem Flyer zum Download können Sie lesen, was der Film “Eigentlich wollte ich Fußballprofi werden” bezwecken will. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten* finden Sie dort. Es muss also nicht immer lauten: “Wie der Vater, so der Sohn…”

Gruß,

Silvio Ströver

*Der Link ist auch rechts in der Sidebar dieses Weblogs unter der Rubrik “Berufsorientierung für Jungen und Männer” wiederzufinden.

Praktisch wertlos?

Freitag, den 28. März 2008

Werden Praktikantinnen und Praktikanten in Deutschland systematisch ausgenutzt? Es sieht jedenfalls so aus: Nach Abschluss einer beruflichen Ausbildung haben - nach einer neuen Studie zufolge - nur 37 % der Praktikanten eine angemessene Vergütung erhalten. Danach zu urteilen, wird der Großteil der Berufsanfänger als kostenlose bzw. billige (und oft auch willige) Arbeitskraft missbraucht.

Der Begriff “Generation Praktikum” existiert also völlig zurecht, wenn es um diejenigen geht, die versuchen, nach der Ausbildung oder Studium beruflich Fuß zu fassen. Meiner Ansicht nach müsste so etwas schnellstens und natürlich zugunsten der lernwilligen Praktikanten verändert werden.

Dazu gibt es aus meiner Sicht zwei denkbare Varianten: Entweder kehrt in der Wirtschaft Vernunft und Einsicht ein, sodass sich das beschriebene Problem von alleine löst; oder die Betroffenen versuchen, den Missstand mit geeinten Kräften selbst zu lösen. Beispielsweise kann ein Schritt sein, eine Petition zu unterschreiben, um die Politik dazu zu bringen, sich dieser Thematik anzunehmen.

Es wird sich zeigen, wie diese Problematik zu lösen ist. “Gerechtigkeit” gibt es auch in dieser Sache nicht per se (automatisch), man muss sich alles demokratisch erarbeiten. Es ist entweder die Frage, wer “stärker” ist oder aber, ob es nicht doch dazu kommen kann, dass beide Parteien (Praktikanten UND Wirtschaft) an einem (guten!) Strang ziehen.

Wer Interesse hat, die neue Studie einmal selbst zu lesen, kann sich die Pdf-Datei dazu auf der Webseite des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales herunterladen:

http://www.bmas.de/coremedia/generator/25036/property=pdf/

2008__03__18__ergebnisbericht__junge__berufseinsteiger__lang.pdf

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Faires Praktikum (für faire Praktikanten)

Montag, den 3. März 2008

Ein faires Praktikum, wer wünscht sich das nicht? Es ist leider nicht selbstverständlich, einen angemessenen Praktikumsplatz zu finden. Wer als Praktikant nur kopieren oder Kaffee kochen darf und eher als billige oder gar kostenlose Vollzeit-Arbeitskraft ausgenutzt wird, sollte sich schnell nach einem “fairen Praktikum” umsehen.

Ich kenne aus meiner Berufspraxis heraus auch die Sprüche, wie z. B. “ich hab kein Bock auf Kaffee kochen…” Doch manchmal steckt auch eine generelle Unlust dahinter, am liebsten überhaupt kein Praktikum machen zu wollen. Es ist daher wichtig, solche vorschnellen Aussagen auch zu hinterfragen. Dann stellt sich heraus, dass manch einer zu bequem ist, mal ein paar zusätzliche Stationen mit der Straßenbahn zu fahren: “Da muss ich ja zehn Minuten eher aufstehen…”. Eine andere Praktikantin in spe träumte vielleicht davon, als Rechtsanwaltsfachangestellte in der berühmtesten Anwaltskanzlei der Stadt zu arbeiten und war daher schwer enttäuscht, dass es sich bei der von mir vermittelten Stelle doch nur um eine ganz durchschnittliche Geschichte handelte. Und es gibt immer wieder Kandidaten, die doch meinen, drei Tage vor dem Praktikumsbeginn die schönste und beste Praktikumsstelle der Welt von mir einfordern zu können. Nach einem ernsten - aber fürsorglichen - Gespräch weise ich dann darauf hin, dass die Welt leider nicht (immer) auf sie wartet und mache ihnen klar, dass sie nur noch zwei Chancen haben, überhaupt eine Stelle zu bekommen: Da muss man sich in der Tat auch mal in die Vororte bewegen, wo ein Praktikant eher selten hingelangt, weil das Geschäft abseits des Hellwegs oder der Hauptstraße liegt. Oder sie müssen mit einer ganz kleinen Filiale vorlieb nehmen, die noch nie zuvor einen Praktikanten gesehen haben.

Das kann durchaus eine Chance für “spätaktive” Praktikumsplatzsuchende sein: Sie lernen den Alltag im Dorf kennen, ohne ständig durch den Großstadtlärm von der Arbeit abgelenkt zu werden. ;-) Gleichzeitig werden nicht wenige Erstpraktikanten wie Könige behandelt, weil das kleine Geschäft bzw. der kleine Betrieb auch sehr vorsichtig mit dem Schüler umgeht. In einem Fall erlebte ich es, wie ein Blumenladen so begeistert von seiner allerersten Praktikantin war, dass man ihr gleich eine Ausbildungsstelle anbot.

Doch, und jetzt komme ich wieder auf die Fairness zu sprechen, kommt es aber auch oft ganz anders als gedacht:
2005 beschrieb Jessica Sturmberg im “Morgenecho” des WDR5 in einer Artikelserie “Hürdenlauf zum Hungerlohn” anhand einiger Dortmunder Beispiele (Quelle siehe unten), wie schwierig es auch für gut ausgebildete Fachkräfte ist, nach dem Studium eine (bezahlte) Arbeit zu finden.

Natürlich gibt es auch darüberhinaus weitere, zahlreiche Publikationen und Meldungen zum Schlagwort “Generation Praktikum”:

BUNDESMINISTERIUM für Arbeit und Soziales: Forschungsberichte: Praktika in Deutschland.
http://www.generationpraktikum.de/Generation-Praktikum/Navigation/

Service/stand-der-forschung,did=192388.html
BUNDESMINISTERIUM für Arbeit und Soziales: Forschungsberichte: Praktika in Europa. http://www.generationpraktikum.de/Generation-Praktikum/Navigation/

Service/stand-der-forschung,did=191914.html

BRIEDIS, Kolja; MINKS, Karl-Heinz (April 2007): Generation Praktikum – Mythos oder Massenphänomen? http://www.his.de/pdf/22/generationpraktikum.pdf oder: http://www.sueddeutsche.de/imperia/md/content/karriere/generationpraktikum.pdf

DEIß, Matthias (RBB/Tagesschau: 28.11.2007/15:00 Uhr): Junge Menschen haben es auf dem Arbeitsmarkt besonders schwer. (Video) http://www.tagesschau.de/multimedia/video/video241320.html

DGB-Jugend: Generation Praktikum. Wie man gute Arbeit für wenig Geld bekommt. http://www.dgb-jugend.de/themen/generation_praktikum

GRÜHN, Dieter; HECHT, Heidemarie (Februar 2007): Generation Praktikum? Prekäre Beschäftigungsformen von Hochschulabsolventinnen und -absolventen. (DGB) http://www.boeckler.de/pdf/fof_praktikum_2007.pdf

MONSTER.de (22.01.2007): Nur ein faires Praktikum ist ein gutes Praktikum.
http://berufsstart.monster.de/12101_de-de_p1.asp

SUEDDEUTSCHE.de (12.04.2007): Die Mär von der “Generation Praktikum”
Eine erste bundesweite Studie räumt auf mit dem Bild der “Generation Praktikum”: Schlecht bezahlte Praktika nach dem Studium sind danach keinesfalls ein Massenphänomen - im Gegenteil. http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/artikel/715/109606

Wer sich die Mühe macht, diese Links anzuklicken, um sich einen ersten Überblick über diese Thematik zu verschaffen, wird merken, wie kontrovers die Diskussion um den Begriff “Generation Praktikum” verläuft. Ob es früher wirklich “besser” war oder ob heute extrem übertrieben wird, sei dahingestellt. Es möge sich jeder ein eigenes Urteil darüber bilden. Zumindest hat es dazugeführt, dass die Zeitschrift “Junge Karriere” bereits im Oktober 2004 ein Gütesiegel der besonderen Art einführte: Unternehmen, die nach ganz bestimmten Kriterien ein “faires Praktikum”anbieten, erhalten eine Auszeichnung, die sich sehen lässt.

2008_03_03_guetesiegel_faires_praktikum_.jpg

“Fair” soll heißen:

“Fair Companies…

  • substituieren keine Vollzeitstellen durch Praktikanten, vermeintliche Volontäre, Hospitanten o.ä.
  • vertrösten keinen Hochschulabsolventen mit einem Praktikum, der sich auf eine feste Stelle beworben hat,
  • ködern keinen Praktikanten mit der vagen Aussicht auf eine anschließende Vollzeitstelle,
  • bieten Praktika vornehmlich zur beruflichen Orientierung während der Ausbildungsphase,
  • zahlen Praktikanten eine adäquate Aufwandsentschädigung.”

Quelle: Zitiert nach http://www.karriere.de/psjuka/fn/juka/SH/0/sfn/

buildjuka/bt/2/cn/cn_decision/aktelem/PAGE_2133/page1/

PAGE_6/page2/PAGE_2133/site/PAGE_4/home/0/url//index.html

Auch die SPD will, laut eines Spiegel Online-Artikels (Jochen Leffers) (http://www.spiegel.de/unispiegel/jobundberuf/0,1518,533602,00.html) vom 06.02.2008, das Problem endlich lösen und dort anknüpfen, wo Müntefering im Herbst 2006 nicht mehr weiterkam. Es scheint so, als ob wieder Bewegung in die Sache käme, was nur zu begrüßen wäre.

Um das Ganze zu beschleunigen, zeige ich Praktikantinnen und Praktikanten eine gute Möglichkeit auf, sich mit für ein faires Praktikum einzusetzen, denn nur, wer sich bewegt, bewegt auch ‘was: Hier können Sie politisch aktiv werden, indem Sie eine Online-Petition unterzeichnen (je mehr unterschreiben, desto besser):

http://www.generation-p.dgbj.org

bzw.

http://www.dgb-jugend.de/studium/meldungen/ europa_soll_praktikantengesetz_bekommen

(Und hier können Sie sehen, dass ich mich ebenfalls an der Petition beteiligt habe:

http://www.generation-p.dgbj.org/unterstutzerliste)

Weitere Informationen dazu:

http://www.bundestag.de/ausschuesse/a02/presse/pm_praktikum.pdf

http://www.generationpraktikum.de/ Generation-Praktikum/Navigation/aktuelles,did=166308.html

Bewerten Sie hier Ihr Praktikum und zeigen Sie anderen Praktikanten, wie es Ihnen ergangen ist:

http://www.karriere.de/psjuka/fn/juka/SH/0/sfn/buildjuka/ bt/2/cn/cn_prak_start/aktelem/PAGE_18/page1/ PAGE_334/page2/PAGE_18/site/PAGE_4/home/0/url//index.html

Weitere Bewertungsmöglichkeit bei der DGB-Jugend:

http://www2.dgb-jugend.de/studium/praktika/bewertung

Für mich als berufswahlberatender Pädagoge ist es auf jeden Fall ein wichtiges Anliegen, den Praktikanten über seine Pflichten und Rechte aufzuklären und ihm bei der Suche nach einem qualitativ guten Platz Unterstützung zu gewähren und gegebenfalls daran zu arbeiten, überzogene Erwartungen auf ein realistisches Niveau (das im Einzelfall natürlich jeweils zu bestimmen wäre) herunterzuschrauben. Idealerweise hat sich die individuelle Anstrengung gelohnt, weil das Praktikum viele Einblicke ins Berufsleben gewährt (Lerncharakter!), abwechslungsreich gestaltet ist und wirklich zu einer Antwort beitragen kann: “Ist diese Tätigkeit etwas für mich oder nicht?”

Um nicht völlig ahnungslos ins Pratikum zu gehen, kann ich ich jedem nur raten, auch mal ein Blick ins Bundesbildungsgesetz (BBiG) zu werfen, das die Basis für die Rechte und Pflichten auch für Praktikantinnen und Praktikanten darstellt. Leider gibt es keine eindeutige Definition des Begriff des Praktikanten (vgl. SCHNEIDER; KÖNIG; RINECKER: 2006, S.38), sodass das Bundesarbeitsgericht (BAG) zu bemühen wäre. Allerdings reicht das Online-Archiv nur vier Jahre zurück, sodass ich hier eine weitere Quelle nennen möchte: http://www.fairwork-ev.de/cms/front_content.php?idcat=6

Die Autoren des Buches “Vom Praktikum zum Job” (Quelle: siehe unten) schlagen vor, nach der Praktikumsart-Bestimmung [Schülerpraktikum, Pflichtpraktikum im Studium, Praxissemester, freiwilliges Praktikum etc. (vgl. SCHNEIDER; KÖNIG; RINECKER: 2006, S.13)] sich besonders die Paragrafen §§ 10 bis 23 und 25 anzuschauen.

§§ 10 bis 25 regeln “organisatorische” Dinge, setzten also die Rahmenbedingungen (z. B.: Welche Kündigungsfristen gibt es? Wie hoch ist der Urlaubsanspruch? Welche Vergütung ist angemessen? Hinweise zur Erstellung von Praktikumsverträgen…) u. s. w. fest.

§ 25 erinnert: § 25 Unabdingbarkeit
Eine Vereinbarung, die zuungunsten Auszubildender von den Vorschriften dieses Teils des Gesetzes abweicht, ist nichtig.

Quelle: http://www.gesetze-im-internet.de/bbig_2005/__25.html

[Eine Vereinbarung (Praktikumsvertrag) ist also NICHTIG (nicht gültig!), wenn sie Bestimmungen enthält, die den Auszubildenden benachteiligen (also nicht zu seinen Gunsten sind).]

Ich wünsche allen Praktikantinnen und Praktikanten ein erfolgreiches Praktikum, und hoffe, dass engagierte Betriebe auf ebenso engagierte Praktikanten stoßen.

Zum Schluss noch ein schöner Link der Sueddeutschen.de, die eine Kolumne “Mein Kollege sagt…” anbietet. Dort erfahren Sie auf humorvolle Weise, wie es manchmal in Betrieben so zugeht: http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/kolumne/241/127040

Also, viel Erfolg und Spaß im Praktikum

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge (Dortmund)

Benutzte Quellen:

SCHNEIDER, Frank; KÖNIG, Bettina, RINECKER, Susanne:
Vom Praktikum zum Job.
Freiburg i. Br.: Rudolf Haufe Verlag, 2006.

STURMBERG, Jessica / WDR 5 (14.06.2005):
Generation Praktikum - wo bitte gibt es einen festen Job?

Hürdenlauf zum Hungerlohn?
Der Einstieg ins Berufsleben wird immer schwerer.
http://www.wdr5.de/sendungen/morgenecho/manuskript/

050614_praktika_sturmberg.pdf

Sind Muster-Bewerbungen mustergültig?

Mittwoch, den 23. Januar 2008

Es ist verführerisch, einfach auf Texte zuzugreifen, die man gratis im Internet erhalten kann. So gibt es viele Text-Vorlagen, die man sich herunterladen kann, doch besteht damit die Gefahr, mögliche Fehler einfach zu übernehmen.

Hier ein Beispiel:

In einem Muster (Bewerbung als EDV-Sachbearbeiter) finde ich Folgendes:

1.

IKK Westfalen-Lippe
Regionaldirektion Bielefeld
Referat IT
Herrn Jürgen Sturm
Artur-Ladebeck-Straße 220

33649 Bielefeld

Hier sollte die Leerzeile verschwinden:

IKK Westfalen-Lippe
Regionaldirektion Bielefeld
Referat IT
Herrn Jürgen Sturm
Artur-Ladebeck-Straße 220
33649 Bielefeld

2.

Ich würde gern EDV-Sachbearbeiter werden – Sie bieten mir diesen Arbeitsplatz

Diese Betreffzeile ist - meines Erachtens - nicht zu empfehlen.

Besser wäre aus meiner Sicht:

Bewerbung als EDV-Sachbearbeiter

3.

“Sehr geehrter Herr Sturm,

von Herrn Müller habe ich erfahren, das Sie…”

Richtig müsste es heißen:

“…habe ich erfahren, dass Sie…”

4.

“Da Sie eine große Krankenkasse sind, die die Möglichkeit bietet die vielfältigen Einsatzbereiche im Bereich der EDV zu durchlaufen und Sie zudem über einen guten Ruf verfügen bin ich sehr an einer Anstellung in ihrem Hause interessiert.”

Zunächst ist nicht Herr Sturm die “große Krankenkasse” (Sie - Kasse), sondern lediglich ein Mitarbeiter etc., zudem fehlen Kommata:

“…bietet, die vielfältigen…”

“guten Ruf verfügen, bin ich…”

Und leider ist der Satz meiner Meinung nach zu lang.

5.

“Ich möchte gern als EDV-Sachbearbeiter arbeiten , da es mir viel Spaß bereitet mit Computern zu arbeiten.”

“Ich möchte…” Was Sie möchten, ist zweitrangig. Besser, Sie beschreiben zuerst, was Sie können und damit, was Sie anbieten!  Der Spaßfaktor ist dann nicht wirklich überzeugend.

 6.

“Am Berufskolleg wurde meine Teamfähigkeit gefördert. Darüber hinaus erwarb ich hier spezielle Kenntnisse in den Bereichen Word, Excel, Power Point und Access.”

Wie fördert ein Kolleg Teamfähigkeit? Gibt es dazu einen Förderkurs? Konkret schreiben, welche Teamarbeit man geleistet hat, das wäre es gewesen! Z. B. kann der Bewerber eine AG nennen, sich auf sportliche Leistung beziehen oder ein Beispiel aus der schulischen Gruppenarbeit (Referat, Präsentation etc.) kurz erwähnen.

Gut, wenn Kenntnisse erworben wurden, die genannt werden können. Schade nur, wenn nicht beschrieben wird, wie gut man z. B. Exel beherrscht (sehr gute, gute Kenntnisse, Grund- oder Schulkenntnisse).

7.

“Danach besuchte ich einen IT-Lehrgang…”

 “Nach dem Praktikum…”

 Wann genau, “danach”? Geben Sie z. B. “Sommer 2007″ oder “von… bis” an etc.

 8.

 

 

“Über eine Einladung zu einem Vorstellungsgespräch würde ich mich sehr freuen.”

Warum “würde”? Freuen Sie sich über eine Einladung, oder freuen Sie sich nicht?

Dann dürfen Sie auch schreiben: “Über eine Einladung…  freue ich mich.”

Grammatisch korrekt müsste das zwar heißen: “Über eine Einladung… werde ich mich freuen.” (Zukunft!) Aber da dies niemand so schreibt und erwartet, bleiben Sie lieber bei dem ersten Vorschlag “freue ich mich”.

9.

 Bewerbung um einen Arbeitsplatzals EDV-Sachbearbeiter

Hier (Deckblatt) fehlt eine Leertaste:

Bewerbung um einen Arbeitsplatz als EDV-Sachbearbeiter

 10.

 

“Schulabschluß:”

“Schulabschluss” heißt es heute. Worte, die hart ausgesprochen werden (muss, Fass, Fluss, Stuss, dass…) müssen mit “ss”, während weich ausgesprochene Begriffe (Muße, Buße) immer noch mit “ß” geschrieben werden.

 11.

 

“10/2001 – 7/2002 IT-Lehrgang beim ESTA-Bildungswerk e.V in Herford

8/2002 – 10/2002…”

Wenn man sich für ein Format entscheidet, sollte es konsequent durchgehalten
werden. Besser ist es hier (im Lebenslauf), die Ziffern nicht kursiv zu schreiben.

12.

 

Fremdsprachen: Englisch, Französisch

Auch hier gilt es, die Fähigkeiten genauer zu charakterisieren z. B. Englisch (sehr gut) etc. Wichtig ist nur, dass diese besonderen, guten Fähigkeiten nicht mit “mangelhaft” oder “ausreichend” auf der Zeugniskopie erscheinen. Das wäre dann mehr als peinlich.

13.

“Meine Stärken…

…hier auf einem Blick:

Ich bin hilfsbereit und freundlich

Ich habe ein gutes Eingliederungsvermögen

Ich kann flexibel meine Aufgaben erledigen”

Die sogenannte “Dritte Seite” (ein Begriff aus dem Bereich Zeitungswesen) dient dazu, ein persönliches Motto oder eine sonstige, besondere, aussagekräftige Seite zu präsentieren. Sie ist für Berufsanfänger oder Schüler interessant, die über keine oder wenige berufliche Erfahrungen verfügen. Es ist allerdings auch etwas für sehr mutige Bewerber, da man sich mit solchen Selbstaussagen auch schnell blamieren kann. Dennoch, eine durchaus interessante Sache! Nur dann ist es ratsam, konkreter zu werden. Was bedeutet denn hier z. B. “Eingliederungsvermögen”? Es gibt manche Begriffe, die sicher nicht mehr so gängig sind oder nicht Ihrem persönlichen Sprachstil entsprechen. Und was für eine Flexibilität wird hier überhaupt angesprochen? Flexibel sind wir doch alle irgendwie, oder?

14.

Äußerst gern würde ich meine Eigenschaften in Ihren Dienst stellen.

Melden Sie sich.

Ich würde mich darauf freuen.

In diesem Sinne

Das ist natürlich ein unschöner Abschluss. Es klingt beinahe so, als wolle sich der junge Bewerber einberufen lassen.  Das kommandoartige “melden Sie sich” passt dazu. Und mal wieder “würde” sich der Bewerber vielleicht, eventuell, möglicherweise freuen. Offenbar traut er sich nicht und ist sich nicht sicher. Gut möglich, dass er sich doch nicht freut.

Hier ist die Quelle, um sich einmal die - aus meiner Sicht verbesserungswürdige Bewerbung - als Datei  herunterzuladen. Gucken Sie sich diese Bewerbung an und machen Sie sich ein eigenes Bild.

http://www.arbeitslosennetz.de/component/option,com_docman/

task,doc_download/gid,269/Itemid,63

Im Übrigen sollte der Text für das Anschreiben nicht allzu lang sein (zwischen fünf bis maximal acht Sätzen).  Die Schriftgröße - wie im Anschreiben geschehen - einfach stark zu reduzieren, ist nicht vorteilhaft.

Also passen Sie schön auf, wenn es um die Erstellung Ihrer Bewerbungsunterlagen geht. Denn nicht alle Muster-Formulare oder Muster-Bewerbungen sind auch wirklich mustergültig.

In diesem Sinne,    ;-)

Silvio Ströver

Das Anschreiben: Einen gelungenen Einstieg finden!

Montag, den 21. Januar 2008

Aus meiner beruflichen Praxis heraus weiß ich, dass Schülerinnen und Schüler oft Probleme haben, einen gelungenen Einstiegssatz für das Bewerbungsanschreiben zu finden. Die (langweilige) Standard-Formulierung lautet:

“Sehr geehrte Damen und Herren, hiermit bewerbe ich mich um/als…”

Der erste Fehler findet sich schon in der anonymen Anrede, was ich bereits hier in der Checkliste (Fehler-Liste) erwähnt habe. Der Personaler, der möglicherweise gerade dabei ist, 324 Bewerbungsmappen durchzusehen, kann sicher schnell gefrustet sein, wenn sein Name nirgends in der Anrede erwähnt wird.

Wie finde ich den Namen heraus? Die bequemste Methode besteht in der Internet-Recherche. Viele Einrichtungen und Betriebe betreiben mittlerweile eine eigene Webseite. Mithilfe einiger Suchmaschinen ist es sicher schnell möglich, die entsprechende Seite zu finden. Nun empfiehlt es sich, in der Sidebar (linke oder rechte Spalte) oder in der (zumeist oberen) Menüleiste nach Begriffen wie “Karriere”, “Job”, “Ausbildung”, “Kontakt” oder “Azubis”, “Studenten”, “Personalwesen”, “Personalabteilung” oder nach ähnlichen Begriffen zu suchen.

Eine weitere Variante, an den Namen desjenigen zu gelangen, der die Bewerbungsmappe erhalten soll, besteht darin, einfach anzurufen. Die Telefonnummer finden Sie in der Regel auf den Internetseiten der Firma bzw. der Einrichtung (z. B. unter “Kontakt” etc.) oder im Telefonbuch bzw. in den Gelben Seiten, die man auch hier im Internet aufschlagen kann: http://www.gelbeseiten.de Links geben Sie den Firmennamen oder (wenn Sie noch nach einer Adresse suchen möchten) die Rubrik (z. B. Versicherung oder “Büroberufe” oder “Industriekaufmann” etc.) ein. Rechts geben Sie den Ort (z. B. Dortmund) ein. Dabei können Sie den Umkreis (z. B. 10 km) bestimmen, wenn Sie ein Häckchen ins Feld “in der Nähe” reinsetzen. - Suche starten, Adresse finden, anrufen, Namen notieren - und weiter geht’s!

Nun haben Sie den Namen: “Sehr geehrte Frau Nikowsky,…” oder “Sehr geehrter Herr Scholze,…” Doch wie soll der erste Satz (weiter-) ausformuliert werden?

Ich möchte gerne einige Beispiele nennen:

“am 27.06.2008 werde ich die Geschwister-Scholl-Gesamtschule mit dem qualifizierten Fachoberschulabschluss abschließen. Schon länger interessiere ich mich für eine Ausbildung zur/zum …”

“auf Ihrer Webseite www.meinwunschbetrieb.de habe ich gesehen, dass Sie einen Auszubildenden für… suchen…”

“vielen Dank für das freundliche Telefonat. Dadurch bin ich in meinem Wunsch bestärkt worden, Ihnen meine Bewerbung als… zuzusenden.”

“auf Empfehlung von Herrn XY, mit dem ich vorgestern telefonierte, schicke ich Ihnen…”

“nach unserem gestrigen Telefonat wende ich mich, wie miteinander vereinbart, auf elektronischen Wege/per Email an Sie…”

“als sozial engagierter, junger Mensch kenne ich Ihre Einrichtung ‘Pflege für jedermann’ in der So-und-so-Straße 123 sehr gut. Auf Ihrer Internetseite habe ich Ihr Pflegeangebot gesehen, das mich sehr angesprochen hat…”

“als leidenschaftlicher Hobby-Gärtner komme ich gerne als Kunde in Ihre Filiale ‘Kleeblatt 4U’. Mein Wunsch war es schon immer, ein Praktikum in einer Gärtnerei zu absolvieren, um den Beruf des Gärtners näher kennen zu lernen. Aus diesem Grunde…”

“in der Westfälischen Randzeitung vom 21.01.2008 habe ich Ihre Stellenanzeige in der Sonderbeilage gefunden. Gerne möchte ich ab 08.2009 eine Ausbildung zur/zum… machen…”

“wie ich auf der Webseite www.job4me.de gesehen habe, suchen Sie einen engagierten Praktikanten…”

“vielen Dank für Ihr Interesse an meiner Bewerbung als…” (Nach telefonischer Absprache!)

“Ihr Kindergarten ‘Krabbabbel’ ist mir noch in sehr guter Erinnerung und besonders habe ich mich gefreut, dass Sie mir die Möglichkeit einräumten, in Ihrer Einrichtung ein Praktikum als Erzieherin zu absolvieren…”

“als Schlangenhalter ist mir Ihre gute Behandlungsweise sehr aufgefallen. Ich weiß, dass viele Tierärzte Schwierigkeiten haben, Schlangen medizinisch zu versorgen. Als begeisteter Schlangenhalter bin ich sehr an einem tierärztlichen Studium interessiert und möchte gerne vorab ein Praktikum in Ihrer Tierklinik absolvieren, um…”

“Ihre Anzeige im Hamburger Tagesblatt vom 21.01.2008 hat mich sehr angesprochen. Daher möchte ich mich Ihnen einmal kurz vorstellen…”

“das Telefonat mit Herrn Müller vom 19.01.’08 hat mich bestärkt, mich bei Ihnen als… zu bewerben…”

“wie ich erfahren habe, suchen Sie eine/n …”.

“Sie suchen einen motivierten Fachlageristen..”

“mit großem Interesse habe ich auf Ihrer Webseite www.ihrewebseite.de gelesen, dass Sie zum 01.08.2008 einen… suchen…”

“ich bin zur Zeit Schüler des Bremer Verkauf-Dich-gut-Wirtschaftsgymnasiums und besuche die 11. Klasse. Von… bis… haben wir Schüler die Gelegenheit, ein Praktikum in unserem Wunschberuf zu machen. Da ich Ihre Filiale in der So-und-so-Straße 123 gut kenne, interessiert mich besonders die Abteilung für XY…”

“Von meinem Arbeitsvermittler habe ich heute erfahren, dass Sie zum…. eine/-n…. suchen. ..”

Wie Sie, liebe Bewerberin und Bewerber, sehen können, gibt es zahlreiche Möglichkeiten, die schrecklich-langweilige Floskel “hiermit bewerbe ich mich um…” zu vermeiden. Natürlich ist es nicht einfach, einen passenden Alternativ-Satz zu finden. Und auch mir gelingt es als Berufswahlbegleiter nicht immer, den idealen, perfekten Satz sofort aus den Ärmeln zu schütteln. Viele Schüler/-innen möchten jedoch schnell fertig werden und haben kaum Geduld. Doch auf die Schnelle findet man nur selten den richtigen Einstieg im Anschreiben. Grundsätzlich gehe ich davon aus, dass eine gute Bewerbung durchaus einige Nachmittage benötigt, bis sie komplett erstellt ist. Und da kann es durchaus vorkommen, dass das Anschreiben einige Stunden in Anspruch nimmt.

Ich empfehle, zunächst den Lebenslauf zu erstellen und sich gründlich Gedanken zu machen, welche Anforderungen gestellt werden, um diese mit eigenen Fähigkeiten und Stärken zu vergleichen. Erst dann fällt es - besonders nach einem Telefonanruf bei der betreffenden Firma etc. - leichter, das Anschreiben inkl. des schwierigen Einstiegssatzes zu verfassen.

Ich hoffe sehr, Ihnen so etwas geholfen zu haben.

Wie haben Sie Ihr Anschreiben begonnen? Welchen Einleitungssatz formulierten Sie? Lassen Sie uns an Ihrer Erfahrung (in Form eines Kommentars) teilhaben! Auf (positive wie auch negative) Beispielsätze freue ich mich.

Mit freundlichen Grüßen

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Virtuelle Berufswahl

Freitag, den 18. Januar 2008

Hier ein Link-Tipp für Leute, die sich noch in der Berufsfindung wähnen:
Auszug der Webseite:

“Berufliche Orientierung?
Der Berufskompass ist die Orientierungshilfe für die Berufswahl. In zirka 15 Minuten beantworten Sie 83 Fragen, welche für die Berufswahl wichtige personen- und arbeitsplatzbezogene Merkmale erfassen.”

Quelle:
http://www.berufskompass.at/berufskp2/index.htm

Viel Erfolg dabei,

Silvio Ströver

Fehler bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen erkennen und vermeiden

Freitag, den 18. Januar 2008

Wenn ich mir Bewerbungen anschaue, entdecke ich auch Fehler oder Schwächen, die zum Teil recht häufig vorkommen. Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, die wichtigsten Fehler aufzulisten, die mir in meiner bisherigen Berufspraxis in Punkto “schriftliche Bewerbung” aufgefallen sind. Ich kann mir vorstellen, dass diese Fehleranalyse nicht bei jedem so gesehen wird. Sie haben dafür auch hier wiederum die Möglichkeit, diese Liste zu kommentieren.

Die Fehler-Liste kann:

1. zeigen, dass Bewerbungsunterlagen nicht “mal eben” heruntergetippt werden sollten;

2. erahnen lassen, wieviele Fehler gemacht werden können;

3. deutlich machen, dass gewisse Fehler offenbar “typische Bewerbungsfehler” sind;

4. dazu gut sein, diese genannten Fehler konkret zu vermeiden und helfen,

eine bessere Bewerbung zu verfassen.

Liste in Form einer Pdf-Datei zum Herunterladen und Abspeichern:

http://berufswahlhelfer.stroever.net/2008_01_18_bewerberfehler_online_version.pdf

Nur, wer aus Fehlern lernt, entwickelt sich weiter.

Gruß,

Silvio Ströver

Über Benimm-Regeln entscheiden können

Donnerstag, den 17. Januar 2008

Wer die angemessene Begrüßung oder den richtigen Smalltalk beherrscht, für den Höflichkeit und gutes Benehmen keine Fremdworte sind, wer einen guten Kleidungsstil wahrt und vorzeigbare Tischsitten mitbringt, ist als Bewerber klar im Vorteil.

Man möchte als junger Mensch gerade in der heutigen Zeit, die durch Schlagworte wie z. B. Emanzipation und Selbstverwirklichung gekennzeichnet ist, einwenden, dass man sich nicht verstellen möchte. Doch wer verlernt hat, von “außen nach innen” zu essen oder im Betrieb der Rangfolge entsprechend zu begrüßen oder anzureden und keinen blassen Schimmer hat, was ein “Dresscode” ist und wie er im Unternehmen definiert ist, wird schnell negativ auffallen und spätestens im Vorstellungsgespräch eine Absage erhalten.

Schon Schopenhauer wusste Folgendes zu sagen:

“Höflichkeit ist wie ein Luftkissen: Es mag wohl nichts drin sein, aber sie mildert die Stöße des Lebens.”

Es ist nicht verwerflich, einige Höflichkeits-Regeln zu kennen. So kann man sich wenigstens bewusst dafür oder dagegen entscheiden und kennt die möglichen Konsequenzen. Unpädagogisch wäre es meiner Ansicht nach, diese Entscheidung aus Unkenntnis (Unbildung) heraus nicht fällen zu können.

Auch Wilhelm Busch, der - vereinfacht formuliert - Vater des Comics gewesen ist, zeichnete sich auch dadurch aus, seine Menschenkenntnisse im guten Wort und Witz Ausdruck zu verleihen. So finden wir, passend zum Thema, einen klugen Reim, der anhand des Wahrheitsbegriffs deutlich machen will, dass ein gesellschaftliches Miteinander scheinbar nur dann funktioniert, wenn man sich nicht ganz so wichtig nimmt:

Wer möchte diesen Erdenball

Noch fernhin betreten,

Wenn wir Bewohner überall

Die Wahrheit sagen täten.

.

Ihr hießet uns, wir hießen euch

Spitzbuben und Halunken,

Wir sagten uns fatales Zeug

Noch eh’ wir uns betrunken.

.

Und überall im weiten Land,

Als langbewährtes Mittel,

Entsproßte aus der Menschenhand

Der treue Knotenknittel*.

.

Da lob’ ich mir die Höflichkeit,

Das zierliche Betrügen.

Du weißt Bescheid, ich weiß Bescheid;

Und allen macht’s Vergnügen.

.

Wilhelm Busch: Kritik des Herzens

Höflichkeit und z. B. Tischmanieren sind durchaus erlern- und trainierbar. Und auch das Wissen kann man sich für ein wenig Geld aneignen. Empfehlen möchte ich daher an dieser Stelle drei Bücher, die man überall kaufen kann:

BONNEAU, Elisabeth: 300 Fragen zum guten Benehmen. Der grosse GU Kompass. München: Gräfe und Unzer Verlag, 2005. 12,90 €

VON AU, Franziska: Erfolgreich auftreten im Beruf. München: Gräfe und Unzer Verlag, 2007. 16,90 €

WOLFF, Inge: Knigge im Job. So machen Sie immer eine gute Figur. München: Gräfe und Unzer Verlag, 2006. 12,90 €

Es sieht so aus, als ob es zig Regeln gibt, die man auswendig lernen müsste. Aber mir scheint, dass viele Regeln von einigen zentralen Grundnormen (z. B. “Beachte die Hierarchie in der Firma”, “Kleide Dich ’standes’gemäß”, “Verletze keine Territorien”…) ableiten lassen. Ich möchte versuchen, dies in den nächsten Blogbeiträgen zu verdeutlichen.

Gruß,

Silvio Ströver

*Nachtrag:

Der “Knotenknittel” scheint - nach mühsamer Recherche - ein “Knüttel” zu sein, also ein nicht verzierter, nicht geschnitzter, z. B. einem Baum entrissenen dicker (”Knoten”!), knüppelartiger Ast zu sein, der u. a. zur Prügelstrafe eingesetzt wurde. Insofern scheint klar zu sein, was Busch mit “langbewährtes Mittel” und “treu” gemeint hat.

Quellen:

BUSCH, Wilhelm: Wer möchte diesen Erdenball? In: Wilhelm Busch: Narrheiten und Wahrheiten. Mit einer Einführung von Friedrich Bohne. Frankfurt am Main: Büchergilde Gutenberg., Buch 427, 1960, S. 306.

SCHOPENHAUER, Arthur: “Höflichkeit ist wie ein Luftkissen…” Zitiert aus:
Großes Zitatenbuch. Sonderausgabe. München: Compact Verlag, 1984, S. 707.

Tipp:

Wer möchte diesen Erdenball” zum Anhören:

http://de.wikisource.org/wiki/

Bild:De-Wer_m%C3%B6chte_diesen_Erdenball-wikisource.ogg

Sicherheits-Profis im BIZ

Mittwoch, den 28. November 2007

 Schülerinnen & Schüler in Dortmund!

Kommen Sie ins BIZ (Berufsinformationszentrum), dort erfahren Sie Neuigkeiten über Berufe für die Sicherheit.
Ausgewiesene Fachleute stehen Ihnen zur Verfügung
und bieten Informationen & Tipps über Ausbildungswege an.


Keine Anmeldung nötig!

Berufe für die Sicherheit:

Bundespolizei,
Polizei, Bundeswehr,
& Feuerwehr

Am: 13.12.2007
von 15  bis 17:00 Uhr!
Im Berufsinformationszentrum (BIZ) in der Agentur für Arbeit Dortmund
Steinstr. 39 (gegenüber dem Nordausgang des Dortmunder Hauptbahnhofs)

Viel Erfolg,

Silvio Ströver, Dipl. Päd.

Einladung zur Vortragsreihe

Freitag, den 16. November 2007

Die ersten Zuhörer haben sich bereits angemeldet, so kann die Vortragsreihe pünktlich beginnen! Schülerinnen & Schüler des Konrad-Klepping-Berufskollegs haben auch hier prinzipiell die Möglichkeit, sich online im Kommentar (direkt unter diesem Blogeintrag!) - oder natürlich per Email s.stroever@web.de - anzumelden.

Hier gibt es den Aushang als Pdf-Datei http://berufswahlhelfer.stroever.net/stroevers_vortragsreihe_.pdf und noch einmal in der Blog-Version:

Vortragsreihe:
Bewerbungsmanagement für Strategen

Hallo Bewerberinnen & Bewerber des Konrad-Klepping-Berufskollegs,

nur Ihre gut vorbereitete Bewerbung erhöht die Chance auf einen fairen

Praktikumsplatz bzw. zukunftsweisenden Ausbildungsplatz ganz beträchtlich!

Aus diesem Grunde biete ich Ihnen eine Vortragsreihe

„Bewerbungsmanagement für Strategen“

an, zu der Sie herzlich eingeladen sind!

.
WICHTIG:
Wenn Sie Interesse haben und zu einem Vortrag kommen möchten, melden Sie

sich bitte vorher per Email (s.stroever@web.de) bei mir an Nennen Sie Ihren

vollen Namen, Ihre Klasse und das Stichwort „Vortrag“ nicht vergessen! Liegen

mir jeweils mindestens 5 verbindliche Anmeldungen bis (spätestens!)

donnerstagsmittags vor, wird der geplante Vortrag am darauf folgenden Montag

stattfinden:

Jeden Montagabend im Raum B-UG. 60
Beginn jeweils um ca. 17:45 Uhr
(Es ist zum Teil auch möglich, den Vortragstermin Ihren Wünschen anzupassen.

Einfach anfragen!)

Themen*, zu denen ich u. a. referieren werde:
„Was gehört in eine gute Bewerbungsmappe hinein?“
„Wie gehe ich mit Absagen um?“
„Die häufigsten Bewerber-Fehler.“
„Wie der Vater, so der Sohn?“
„Wie gelingt ein Vorstellungsgespräch?“
„Was erwartet mich in Einstellungstests?“
„Welcher Beruf ist für mich der richtige?“
„Praktisch unpraktisch?“ Etc.

Im Anschluss eines Vortrags stelle ich mich gerne Ihren Fragen und helfe Ihnen

bei Ihrer Bewerbung!
Über Ihr Kommen freue ich mich,
Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge / Email: s.stroever@web.de
Schulsozialarbeit & Berufswahlhilfe KKB

*Informationen & Anfragemöglichkeit auch unter

www.berufswahlhelfer.stroever.net

Bei Raumänderungen:

Bitte achten Sie auf den Vertretungsplan, mein Kürzel

lautet STR