Archiv der Kategorie ‘Kurioses‘

Die etwas angerostete Job-Lokomotive

Montag, den 11. Februar 2008

Ich weiß, dass dies bei vielen Schülerinnen und Schülern eher die Ausnahme ist, aber vielleicht gibt es doch den ein oder anderen, der sich durchaus den Luxus gönnt, in die Buchhandlung zu gehen, um sich Literatur für die Erstellung einer Bewerbungsmappe o. ä. zu kaufen.

2008_02_11_joblokomotive_02b_.jpg

Umso größer der Ärger, wenn man feststellen muss, dass das neu herausgegebene Werk dann doch nicht mehr den aktuellen Bedürfnissen entspricht.

Als ich Ende letzten Jahres für einen Ordner mit dem etwas urigen Titel “Die Job-Lokomotive” käuflich erworben hatte, sah ich, dass das Muster-Anschreiben längstens nicht mehr den gültigen DIN-Normen entsprach. Der vom Juventa-Verlag 2007 neu herausgegebene Ordner mit Kopiervorlagen will ein Trainingsprogramm für Jugendliche sein und beinhaltet viele gute Vorlagen und Textbausteine. Entstanden ist dieser Ordner mit Hilfe der Hamburg-Mannheimer-Stiftung “Jugend & Zukunft”.

Doch ausgerechnet das Muster, welches ich gerne in der Schule eingesetzt hätte, stimmte vorne und hinten nicht mehr.

Fehler 1:

2008_02_11_joblokomotive_01b_.JPG

Wie üblich, befindet sich die Adresse des Empfängers (des Betriebs etc.) im linken, oberen Text-Teil, genau über der Betreff-Zeile. Nun wird hier, wie es 2005 noch richtig war, eine Leerzeile zwischen Straßennamen und Ortsbezeichnung eingefügt.

Doch inzwischen haben wir 2008: Diese Leerzeile ist seit der neuen DIN 5008 (also seit Mai 2005) nicht mehr gestattet. Es darf also keine Leerzeile mehr dazwischen stehen. Im Übrigen verzichtet dieses Muster auf die Angabe einer (seriösen) Emailadresse. Wer eine brauchbare besitzt, die auch noch (für potenzielle Arbeitegeber) vorzeigbar ist, sollte diese heute durchaus mit angeben. Natürlich ist dies kein “Muss”, aber aus meiner Sicht ein notwendiges Minimum, um zu zeigen, dass man auch mit modernen Medien umgehen kann.

Fehler 2:

2008_02_11_joblokomotive_01c_.JPG

Die Angabe “Musterstadt, den 18.10.2006″ bitte so nicht mehr verwenden. Stattdessen schreiben Sie schlicht: “Musterstadt, 18.10.2006″ oder noch einfacher: 2006-10-18 (Musterbrief nach der DIN 5008)

Fehler 3:

2008_02_11_joblokomotive_01d_.JPG

Das Anschreiben wird mit dem folgenden Satz eingeleitet:

“Sehr geehrter Herr Hunstig,

bezugnehmend auf das Ausbildungsangebot…”

Mein Eindruck ist der, dass es sich hier um eine veraltete Ausdrucksform handelt. Im Duden finden wir den Hinweis, dass dieser Begriff aus der “Amtssprache” bzw. “Kaufmannssprache” stammt. Doch was hat (veraltete?) Amtssprache in einem Anschreiben eines (jungen) Bewerbers zu suchen? Nichts! Also mein Tipp: Suchen Sie sich besser einen zeitgemäßen Begriff, eine Formulierung, die zu Ihnen passt. Sonst laufen Sie Gefahr, zu hölzern zu klingen, was Sie sicher nicht möchten (es sei denn, Sie sind wirklich hölzern).

(Optischer) Fehler 4:

Wörter wie “sowie” und “Ausbildung” werden im Mustertext getrennt. Es ist sicher schöner für’s Auge, diese Begriffe nicht zu trennen, sondern im Ganzen zu lassen.

2008_02_11_joblokomotive_01e_.JPG . 2008_02_11_joblokomotive_01f_.JPG

Fehler 5:

Ob der Bewerber seinen “voraussichtlichen” Schulabschluss (Neudeutsch: Bildungsabschluss) nennen mag, ist ebenfalls nicht ohne Weiteres anzuraten:

2008_02_11_joblokomotive_01g_.jpg

“Voraussichtlich” klingt, so wusste mir ein kompetenter Berufsberater aus seiner jahrelangen Berufspraxis heraus zu sagen, sehr unsicher. Man muss also versuchen, als Bewerber die Arbeitgeber-Logik zu durchschauen. Besser ist es, “voraussichtlich” (z. B. auch im Lebenslauf) komplett wegzulassen oder zu umschreiben mit “angestrebter Schulabschluss…”. Arbeitgeber möchten eher sichere Bewerber, die keinen Zweifel darüber haben, ob Sie Ihren gewünschten Schulabschluss auch erreichen.

Fehler 6:

Zeilenabstände: Verwendet wird hier der einzeilige Abstand. Dadurch wirkt der Text sehr “gedrungen”. Auflockern kann man das Anschreiben, das ohnehin nur ca. fünf bis ca. acht Sätze umfassen soll, dadurch, dass man z. B. im kostenlosen OpenOffice-Textprogramm unter “Format” - “Absatz” - “Einzüge und Abstände” unter “Zeilenabstand” “1,5zeilig” anklickt.

Mein (kurzes) Fazit:

Der Ordner ist sicher durchaus zu empfehlen, wenn man von kleineren Schwächen absieht. Es wäre jedoch wünschenswert, eine Aktualisierung vorzunehmen, um die beschriebene Mängel zu korrigieren, denn immerhin sind 59,- € auch nicht wenig.

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl-Pädagoge

Zu bestellen gibt es diesen Ordner u. a. hier:

http://www.weltbild.de/artikel.php?WEA=8002820&artikelnummer=12327391&mode

=art&PUBLICAID=924cd762423cf19950f6db66a5e9a29c

bzw.

http://www.amazon.de/Job-Lokomotive-Trainingsprogramm-

Berufsorientierung-Jugendliche-P%C3%A4dagogisches/dp/3779921359

oder hier:

http://www.buch.de/buch/14249/

618_die_job_lokomotive__paedagogisches_training.html

bzw. hier:

http://www.pbv.at/webmanager/view.php?docid=5800

Fehler bei der Erstellung der Bewerbungsunterlagen erkennen und vermeiden

Freitag, den 18. Januar 2008

Wenn ich mir Bewerbungen anschaue, entdecke ich auch Fehler oder Schwächen, die zum Teil recht häufig vorkommen. Ich habe mir einmal die Mühe gemacht, die wichtigsten Fehler aufzulisten, die mir in meiner bisherigen Berufspraxis in Punkto “schriftliche Bewerbung” aufgefallen sind. Ich kann mir vorstellen, dass diese Fehleranalyse nicht bei jedem so gesehen wird. Sie haben dafür auch hier wiederum die Möglichkeit, diese Liste zu kommentieren.

Die Fehler-Liste kann:

1. zeigen, dass Bewerbungsunterlagen nicht “mal eben” heruntergetippt werden sollten;

2. erahnen lassen, wieviele Fehler gemacht werden können;

3. deutlich machen, dass gewisse Fehler offenbar “typische Bewerbungsfehler” sind;

4. dazu gut sein, diese genannten Fehler konkret zu vermeiden und helfen,

eine bessere Bewerbung zu verfassen.

Liste in Form einer Pdf-Datei zum Herunterladen und Abspeichern:

http://berufswahlhelfer.stroever.net/2008_01_18_bewerberfehler_online_version.pdf

Nur, wer aus Fehlern lernt, entwickelt sich weiter.

Gruß,

Silvio Ströver

Ein Tag im Leben des Nikolaus’

Mittwoch, den 5. Dezember 2007

Chef eines Kurierdienstes: „Herr… äh… Nikolaus, Sie dürfen eintreten…“

Nichts passiert.

Griff zum Telefon: „Frau Meyer, ist der Bewerber nicht gekommen?“

Sekretärin: „Herr Nikolaus ist noch nicht eingetroffen. Aber ich habe da ein Poltern auf dem Firmendach gehört, ich glaube, dass ist er.“

Zehn Minuten später… Tür öffnet sich sich mit Poltern.

Chef: „Nanu…?“

Nikolaus: „Ho, ho, ho, war etwas schwierig, den Schlitten richtig zu parken, Ihr Dach ist etwas abschüssig…“

Chef: „Äh, was… äh, erst einmal guten Tag Herr, äh… Nikolaus… oder Herr Weihnachtsmann, äh… Santa Klaus? Wie heißen Sie denn jetzt eigentlich? Gerade sehe ich, dass in Ihrem Anschreiben und Ihrem Lebenslauf verschiedene Namen stehen..“

Verwirrt.

Nikolaus: „Das spielt keine Rolle. Ich habe verschiedene Namen, nennen Sie mich einfach Nikolaus, Ho, ho…“

Chef: „Das ist aber sehr ungewöhnlich, dass Sie keinen festen Namen haben. Aber nun gut, schau’n wir uns erst einmal an, was Sie unserer Firma zu bieten haben. Äh, ich hoffe, Sie haben gut hierher gefunden?“

Nikolaus: „Ja, danke. Mein Schlitten konnte ich gerade eben noch auf Ihrem Dach parken. Doch der Schornstein war ein wenig eng… Aber Sie sehen, ich habe ja zu Ihnen gefunden.“

Chef: „Wie, Sie haben auf dem Dach geparkt? Und was meinen Sie mit dem engen Schornstein? Äh, Sie sind wohl sehr lustig. Wie auch immer… Möchten Sie nicht Ihren roten Mantel auf die Garderobe hängen? Ist Ihnen denn nicht zu warm?“

Ganz verwundert und noch immer ungläubiges Staunen.

Nikolaus: „Meinen roten Mantel ausziehen? Nein, auf keinen Fall. Haben Sie mich mal ohne Berufskleidung gesehen?“

Chef: „Wenn Sie mich so fragen, nicht, dass ich wüsste…“

Nikolaus: „Sehen Sie! Aber meine schwarzen Stiefel habe ich auf jeden Fall vor Ihrer Bürotür ordentlich sauber-getreten. Sie ahnen ja gar nicht, wie oft ich in Rentier-Mist reintrete, ho, ho, ho!“

Chef: „Aus Ihnen werde ich jetzt nicht wirklich schlau. Aber um Ihnen mal eine Chance zu geben, wo Sie schon mal hier sind, erzählen Sie mir doch mal, warum Sie sich bei uns beworben haben!“

Nikolaus: „Sie sind eine Firma mit himmlischen Ruf. Meine Engel haben mir verraten, Sie hätten eventuell die Möglichkeit, Geschenke noch schneller zu verschicken als ich. Und da ich immer am sechsten Dezember Kinder weltweit mit kleinen Geschenken beglücken darf, und ich nicht mehr der Jüngste bin, dachte ich mir, wir könnten vielleicht zusammenarbeiten. Schließlich bin ich überall herumgekommen und bin überall bekannt. Fragen Sie mal Menschen auf der Straße. Ich bin mir sicher, dass alle sehr zufrieden sind über meine Arbeit.“

Chef: „Offenbar haben Sie gut informiertes Personal. Tatsächlich sind wir darauf spezialisiert, Pakete und Briefe schnell an unsere Kunden auszuliefern. Doch der Hauptanteil der Lieferungen besteht nicht aus Geschenken.“

Nikolaus: „Nicht? Aber das macht doch nichts…“

Chef: „Und verschenkt wird bei uns sowieso nichts, falls Sie das damit meinten. - Das ehrt Sie ja, dass Sie uns für kompetent halten, auch minderjährige Kunden zu beliefern. Schließlich müssen wir auch an morgen denken! Aber ist das nicht unsere Haupt-Zielgruppe. Ich fürchte, da wird Ihr guter Ruf nicht viel bei uns nützen. Aber das sollte Sie jetzt nicht verunsichern. Haben Sie denn besondere Hobbys, von denen wir vielleicht wissen sollten?

Nikolaus: „Ho, ho… wie meinen? Eigentlich nicht.“

Fragender Gesichtsausdruck.

Chef: „Nun, womit beschäftigen Sie sich denn in Ihrer Freizeit? Erzählen Sie doch

mal…“

Nikolaus: „Tja, ich arbeite immer das ganze Jahr über in meiner Werkstatt, um Geschenke anzufertigen. Da bleibt nicht viel Freizeit, übrigens ein komisches Wort, finde ich. Meine Zeit gehört eben ganz meinen Engeln. Wenn mal Geschenke zu schwierig zu besorgen sind, helfe ich Ihnen, diese doch noch zu bekommen. Das wäre doch traurig, wenn die lieben Kleinen am Nikolaustag ohne Geschenke dastehen. Könnten Sie sich das nur vorstellen?“

Chef: „Ich kann mir so einiges vorstellen, nur nicht, dass Sie sich ein ganzes Jahr in der Warenproduktion einsetzen, um Ihren ganzen Bestand in einer Nacht zu verschwenden. Sie nehmen also wirklich kein Geld dafür? Wo bleibt da der Gewinn?“

Extremes Unverständnis.

Nikolaus: „Ich kann doch von den braven Kindern kein Geld annehmen?“

Ebenfalls erstaunt.

Chef: „Tja, ob Sie… äh,… mhm… Vielleicht können wir Sie anders einsetzen… mal sehen, mir kommt da gerade eine gute Idee! - Haben Sie denn schon einmal ein Praktikum in einer unserer Filiale gemacht?“

Nikolaus: „Praktikum? Für so etwas habe ich doch überhaupt keine Zeit. Außerdem kenne ich mich doch bestens darin aus, Kinder glücklich zu machen!“

Chef: „Offenbar sind Sie also ein sehr engagierter und pünktlicher Zulieferer. Das ist ja nicht schlecht. Nur Sie müssen verstehen, dass wir Praktikantenbevorzugen, da sie unseren Betrieb bereits kennengelernt haben. Aber in Ihrem Falle könnte ich mir auch eine Ausnahme vorstellen. - Sagen Sie mal, treiben Sie eigentlich Sport?“

Nikolaus: „Ho, ho, ho…“ Lacht laut. „Sport ist doch nichts für mich. Sie ahnen ja nicht, wieviel Bewegung ich in der Nacht zum sechsten Dezember habe, wenn ich mich durch jeden Schornstein der Welt zwängen muss, um in die guten Stuben zu kommen. Außerdem trage ich immer in meinen Manteltaschen Süßigkeiten mit, von denen ich auch hin und wieder gerne einmal nasche. Ach ja…“

Chef: „Schau an, Sie machen mich glatt sprachlos. Aber was mir wirklich stutzig gemacht hat, Herr Nikolaus, dass in Ihrer Bewerbungsmappe kein Zeugnis lag. Haben Sie irgendeinen Nachweis…?“

Nikolaus: „Wozu brauche ich denn ein Zeugnis? Jeder weiß doch, wie gut ich bin. Pünktlich zum Nikolaustag sind die Strümpfe und Schuhe vollgepackt mit leckeren Sachen. Ho, ho, ho…!“

Chef: „Mhm, das spricht in Tat für Sie. Und ich sehe gerade, dass es unter Ihren Namen zigtausende Webseiten im Internet zu finden gibt. Unglaublich! - Doch generell es schadet nicht, wenn Bewerber Zeugniskopien in die Mappe legen. Selbstsicher und überzeugt von sich sind Sie aber auf jeden Fall, das muss man Ihnen lassen. Naja, mal weiter im Text… Sind Sie eigentlich immer über das aktuelle Geschehen informiert? Lesen Sie gerne…?“

Nikolaus: „Natürlich bin ich immer auf dem Laufenden. Meine Engel kundschaften immer aus, was sich die Kinder wünschen. Ich weiß genau, wer welches Geschenk bekommen soll. Natürlich schaue ich immer nach, ob die Kleinen schön brav waren.“

Chef: „Eigentlich meinte ich etwas anderes, aber gut. Das ist auch eine Antwort. Ziemlich schlagfertig. Aber sagen Sie mal, Sie sind doch Türke. Ihrem Lebenslauf entnehme ich, dass Sie ca. 270 nach Christus geboren sind…”

Nikolaus: „Ich verstehe mich als Weltbürger!”

Chef: „Ah, sehr gut. Jemand, der überall zu Hause ist. Aber da haben Sie mit Ihren 1737 Jahren ein ganz schönes Alter. Fühlen Sie sich auch mit Ihrem Übergewicht überhaupt noch in der Lage, körperlich so schwer zu arbeiten?“

Nikolaus: „Was ist das für eine Frage. Als Nikolaus kenne ich keinen Ruhestand, und fit bleibe ich trotz allem. Bisher bin ich ja, wie gesagt, durch jeden Schlot hindurchgekommen. Und was meinen Sie, wie fit man sein muss, um Tonnen von Geschenk-Ladungen im Schlitten durch die Lüfte zu steuern? Die Rentiere ziehen ganz schön. Und eine Erkältung darf nicht sein, daher bin ich stets dick eingemummt im roten Mantel. Es gibt nichts Schöneres, als Geschenke für die braven Kinder zu verteilen, ho, ho, ho!“

Chef: „Herr Weihnachtslau… äh Nikomann, pardon, Nikolaus, ich habe da noch eine Frage, die Ihre Qualifikation anbetrifft. Wie steht es überhaupt mit Ihren Sprachkenntnissen? Als weltweit tätiges Unternehmen sind wir natürlich an sprachgewandte Mitarbeiter interessiert. Und in Ihrem Lebenslauf stand, dass ‘jedes Kind’ Sie versteht. Das habe ich wiederum nicht ganz verstanden.“

Nikolaus: „Nun, genauso, wie Sie es gelesen haben. Egal, wo ich bin, jeder versteht meine Botschaft. Es ist stets das Gleiche: Wer brav und artig war, bekommt auch ein schönes Geschenk. So einfach ist das, ho, ho, ho.“

Chef: „O.k., ich bin der Ansicht, einen guten Eindruck von Ihnen bekommen zu haben. Normalerweise tue ich das nicht, aber ich muss Ihnen sagen, dass Sie für unser gewinnorientiertes Unternehmen trotz Ihres ungewöhnlichen Erscheinungsbildes ein durchaus interessanter Bewerber sind.“

Nikolaus: „Nur interessant…?“

Chef: „Sie haben immerhin bewiesen, dass Sie fähig sind, Lieferungen pünktlich und zügig auszuliefern, was beachtlich ist, da Sie es schaffen, das Ganze in einer Nacht- und Nebel-Aktion zu organisieren. Offenbar haben Sie ein gutes Image, sind überall bekannt und verfügen aufgrund Ihres Äußeren, Ihres Rauschebarts, roter Berufskleidung und des urigen Rentier-Schlitten, über einen hohen Wiedererkennungswert. Auch scheinen Sie sozial engagiert und motiviert zu sein, da Sie stets mittellose Kinder vor Augen haben, die Sie auch noch reichlich beschenken wollen. Insofern wären Sie für unsere Firma sicher ein gutes Maskottchen, das für soziale Verantwortung steht. Stellen Sie sich vor: Wir könnten Sie gezielt werbestrategisch als Firmen-Maskottchen einsetzen. Vorausgesetzt, wir arbeiten noch an Ihren Umgangsformen. Sie lachen, pardon, etwas zu laut. Zudem müssten wir Ihr Äußeres noch etwas herrichten. Weniger Bauch, etwas weniger Bart und ein etwas modischeres Outfit wäre sicher gefragt. Doch da helfen uns unsere Werbestrategen, das ist kein Problem. Des Weiteren haben Sie sich offenbar hervorragend in einer multikulturellen Zeit eingelebt. Sie beherrschen jede Sprache und werden problemlos verstanden. Doch Sie müssten auch stärker mir modernen Medien in Verbindung gebracht werden. Kein Problem, wir vernetzen Sie, statten Sie mit allem technischen Medienschnickschnak aus, sodass Sie als moderner Kommunikationstyp für weltweite Verständigung stehen und so für uns werben könnten. Kennen Sie sich mit Internet, Computer und ähnlichen Kommunikationsmitteln aus? Aber notfalls schicken wir Sie in Fortbildungskurse. Auch das ist kein Problem. Ihre soziale Ader, allerdings, die müssten Sie leider umändern in eine gewinnträchtige Ader. Konzentrieren Sie sich nicht auf zahlungsunfähige Kinder, sondern auf die zahlende (!) Kundschaft, dann wären Sie mit Ihrem Engagement einer unserer wertvollsten Mitarbeiter. Und natürlich dürften Sie sich nach acht Stunden Büroarbeit darauf verlassen, dass Ihr neues Personal mit modernsten technischen Transportmitteln ausgestattet wird. Sie haben es doch nicht mehr nötig, selbst Hand anzulegen. Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihr Knowhow gewinnbringend in unser Unternehmen einbringen und werden aus Ihnen einen perfekten Zulieferungs-Manager machen, den vor allen Dingen junge Kunden nur so lieben werden. Sind Sie damit einverstanden?“

Nikolaus: „Äh, jetzt bin ich doch tatsächlich etwas überrascht.“

Chef: „Ach, ja, natürlich. Das Gehalt! Selbstredend würden Sie ein Spitzengehalt bekommen, weitaus mehr, als Sie…“

Nikolaus: „Gehalt? Sie wollen mich bezahlen? Das Kinderlachen und der Dank ist das Einzige, was mich bei meiner Arbeit antreibt. Und, ho, ho, wenn ich daran denke, was Sie aus mir alles machen wollen. Ich glaube, dass Sie jemanden anders suchen. Eigentlich dachte ich, wir helfen einander. Ich bin doch der gute, alte Nikolaus, ho, ho! Aus mir können Sie keinen schlanken, frechen Manager machen. Und Ihr Werbemaskottchen will ich auch nicht sein. Verfüge ich auch nicht unbedingt über jede Technik, so bin ich doch eigentlich immer sehr gut zurecht gekommen. Jedes Kind wurde von mir genauso beschenkt, wie es sich gehörte. Und dazu reicht mein Rentierschlitten allemal aus. Auf modernste Kommunikationsmittel kann ich ebenfalls verzichten, denn meine kleinen Engelchen haben mich bisher über jede Kleinigkeit informiert. Und da mich jeder versteht, sehe ich es auch nicht ein, irgendwelche Fortbildungen machen zu müssen, ho, ho. Ich habe schon die ganze Welt gesehen, was wollen Sie mir da noch beibringen? Und an meinen weißen Bart lasse ich auch keinen ran. Wäre ja noch schöner, ho, ho, ho!“

Chef: „Aber Herr Nikomann, bedenken Sie, das könnte Ihre Chance des Lebens sein!“

Nikolaus: „Es war ja auch eine gute Chance. Es war die Chance, mich meiner Stärken bewusst zu werden! Denn heute habe ich erkannt, dass ich nichts verkehrt gemacht habe. Doch stellen Sie sich vor, ich wäre nicht mehr der, der ich jetzt bin. Das geht einfach nicht, die armen Kinder. Aber ich muss mich bei Ihnen bedanken! Sie haben mir gezeigt, wie gut es ist, dass ich mit meinem alten Rentierschlitten nachts herumfliege und Kinder auf altmodische Art glücklich mache. Ich danke Ihnen, dass Sie mir bewusst gemacht haben, wie wichtig meine Arbeit ist!“

Chef: „Ja, aber bevor Sie sich entscheiden, überlegen Sie doch noch…“

Nikolaus: „Ich habe mich bereits entschieden, ho, ho! Gleich werde ich wieder auf meinen Schlitten steigen, die Gurte anziehen und den Rentieren sagen, dass sie mich wieder ins Weihnachtsdorf fahren sollen. Ich freue mich wieder richtig darauf, gleich mit der Arbeit in der Werkstatt zu beginnen, zusammen mit all meinen Engeln! Ohne sie zu arbeiten, könnte ich mir überhaupt nicht vorstellen. Und nur im Büro zu managen, ohne selbst zu werkeln und zu fahren, ist auch völlig undenkbar für mich. Da freue ich mich wieder auf Daheim und darf mich von Ihnen herzlichst verabschieden! Ho, ho, einen schönen Nikolaustag wünsche ich Ihnen! Jetzt wird es aber auch Zeit!“

Urheberrechte& Copyright © by Silvio Ströver

Mehr Schein als Sein im Vorstellungsgespräch?

Mittwoch, den 14. November 2007

Stellen Sie sich als Bewerber einmal vor, Sie wollten einen möglichst guten Eindruck im Vorstellungsgespräch hinterlassen. Wie ein guter Stempel die wichtigsten Informationen gut sichtbar auf ein weißes Blatt Papier abdruckt, so versuchen Sie, Ihre zentrale Botschaft dem Personaler zu vermitteln: Sie sind für diese Stelle der geeignetste Kandidat!

Ein schöner Stempel muss beispielsweise nicht nur gut in der Hand liegen, sondern sollte über eine klare Patrize verfügen, um mittels einer nicht-tropfenden Tinte entsprechendes Druck-Bild abzuliefern. Schlechte Stempel führen dazu, dass die Schrift verschmiert oder wegen der schlechten Tintenqualität verläuft. Manchmal verblasst ein Aufdruck schnell oder ist nur deswegen unlesbar, weil einzelne Buchstabensegmente von den Konturen her stark abgenutzt sind oder gar fehlen. Es gibt Stempel, die zu groß oder zu klein sind und für den Zweck völlig ungeeignet sind. In anderen Fällen wird die falsche Tintenfarbe benutzt oder es wird schlicht ein falscher Stempel genutzt. Es kann allerdings auch vorkommen, das der Stempel auf (zu) glatte oder raue Oberflächen gedrückt wird, sodass die Tinte nicht vom Material aufgesogen wird. Kurz, es gibt die unterschiedlichsten Gründe, warum ein Stempelbild missglücken kann, womit wir wieder beim Vorstellungsgespräch wären.

Natürlich sind Sie nicht der Stempel und der Personaler kein Blatt Papier. Jedoch vermittelt das Bild des Stempels, worum es in erster Linie geht:

Wichtig ist es, im Vorstellungsgespräch einen guten ersten Eindruck zu vermitteln!

Dabei müssen Sie Ihre “Werbe-Botschaft”:

Klar und deutlich,

sicher und souverän und

authentisch und lebendig formulieren können,

ohne zu unter- oder übertreiben.

Warum ist das eigentlich so entscheidend, wie man sich gut “verkaufen” kann?

Schon Freud wies darauf hin, dass menschliches Handeln stark vom Unbewussten geprägt wird. Wenn Menschen also einander begegnen, nehmen sie sich nicht nur objektiv, rational und vernunftsgesteuert wahr, sondern bewerten ihr Gegenüber beinahe automatisch und in der Regel unbewusst in z. B. “Freund” oder “Feind”.

Sie kennen diesen Effekt, wenn Sie sich das spontane Sitzverhalten im öffentlichen Nahverkehr vergegenwärtigen oder sich überlegen, nach welchen Kriterien Sie sich Ihre Freunde ausgesucht haben.

Auf das Äußere kommt es folglich erst einmal an, was sicher evolutionsbiologisch und von der Wahrnehmungspsychologie plausibel begründet werden kann. Inge Wolff schreibt in ihrem Ratgeber “Knigge im Job”, dass Personaler ihre Entscheidung, einen Bewerber zu nehmen oder abzulehnen, überwiegend (zu ca. 55 %) am äußeren Erscheinungsbild (Kleidung und Körpersprache) festmachen, dass Stimme und Mundart immerhin zu 38 % zu Buche schlagen und nur noch klägliche sieben Prozent davon abhängen, was die Bewerberin bzw. der Bewerber (inhaltlich im Vorstellungsgespräch) überhaupt sagt.

Konsequenz:

Auf der einen Seite kann sich ein Bewerber entlastet fühlen: Wer sich rhetorisch etwas ungeschickt anstellt, darf hoffen, durch sein äußeres (gepflegtes) Erscheinungsbild wieder an Boden zu gewinnen. Auch, wenn es möglicherweise unangenehm ist, zu akzeptieren, dass das Äußere einen derart hohen Stellenwert erhält, ist es doch nicht ohne Weiteres zu ändern. Daher muss die Frage also lauten, wie gehen Sie mit dieser Erkenntnis zukünftig um?

Vorerst muss natürlich davor gewarnt werden, dass es sich nicht so verhält, als wäre das Gesagte gänzlich irrelevant. Es wäre also fatal, unvorbereitet zu erscheinen und keine Argumente für die eigene Job-Tauglichkeit nennen zu können. Sie sollten aber gerade für die Vorbereitung eines Vorstellungsgespräch darauf achten, ihr Erscheinungsbild entsprechend anzupassen. Das ist schließlich die gute Seite der Medaille, dass Sie in der Lage sind, auch diese Dinge zu Ihren Gunsten zu beeinflussen!

Da helfen manchmal ganz einfache Tricks, die Sie anwenden können: Kleiden Sie sich “standesgemäß” bzw. dem Berufsbild angemessen. Banker, Kauf- oder Versicherungsleute tragen brav konservativ einen Anzug bzw. Kostüm, während Künstler und Kreative durchaus etwas greller und gestylter auftreten dürfen. Nutzen Sie die Stil- und Farbberatung über Freunde, oder noch besser: über Profis, um herauszufinden, welche Farben zu Ihnen passen. Doch die beste Beratung nutz Ihnen nichts, wenn Sie sich in Ihrer Kleidung unwohl fühlen. Übertreiben Sie es nicht und versuchen Sie nicht auf Biegen und Brechen, sich von jetzt auf gleich in ein Super-Modell zu verwandeln. Schließlich bleibt das dadurch verursachte Unwohlsein Ihrem Gegenüber nicht verborgen.

Gehen Sie es langsam an, probieren Sie vorher schon verschiedene Kleidungsstile aus. So haben Sie schon vorher nicht nur festgestellt, was gut an Ihnen aussieht, sondern auch, ob Sie sich selbst so mögen.

Da es kein “Bekleidungsfach” in der Schule gibt, müssen Sie versuchen, ihren persönlichen Stil selbst herauszufinden. Inzwischen gibt es reichlich Literatur und Einrichtungen, die nichts anderes tun, Sie dahingehend zu beraten. Doch seien Sie auf der Hut und lassen Sie sich nicht völlig manipulieren.

Wer Lust hat, zu diesem Thema mehr zu lesen, darf sich zum Abschluss dieses Blogeintrags auf folgende, unterschiedliche, z. T. sehr provokante Link-Tipps freuen, die zum weiteren Nachdenken und Diskussion anregen wollen:

Attraktiv und Attraktivität. Psychologie, Sozialpsychologie, Psychopathologie, Soziologie. Aus allgemeiner und integrativer Sicht. Quelle:

http://www.sgipt.org/gipt/sozpsy/attrak0.htm

“Fitness ist die Basis zum Erfolg.” Quelle:

http://www.abendblatt.de/daten/2005/08/27/475696.html

Größe macht das Gehalt. Quelle:

http://www.abendblatt.de/daten/2003/10/20/220247.html

Karriere schön und gut. Quelle:

http://www.rhetorik-online.de/e2633/e1219/pr_spiegel753/index_eng.html

Mit Kopftuch auf Jobsuche. Quelle:

http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2706282,00.html

Spieglein, Spieglein. Wer schön ist, macht Karriere. Quelle:

http://karrierebibel.de/spieglein-spieglein-wer-schoen-ist-macht-karriere

Wer schön ist, macht Karriere. Quelle:

http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn/

buildww/id/127/id/37018/SH/0/depot/0/index.html

Zur psycho-sozialen Bedeutung des Haarausfalls. Quelle:

http://www.haar-und-psychologie.de/haarausfall/psycho-soziale-bedeutung.html

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Benutzte Literatur:

WOLFF, Inge: Knigge im Job. So machen Sie immer eine gute Figur.

München: Gräfe und Unzer Verlag GmbH, 2006.

S. 19 - 20.

Vorsicht, Spam!

Donnerstag, den 6. September 2007

Vorsicht!

Vor folgender Spam-Mail wird gewarnt:

Betreff: RE: Arbeitsangebot Von: “Sondra Spaulding” <teqxj@orscheln.com> Datum: 06.09.07 02:44:39 Uhr

“Sehr geehte Damen und Herren,

heute gehört die Ises Solar Ltd mit ihren hochwertigen Produkten zu den europaweit führenden Unternehmen der Solartechnik.
Das Produktspektrum umfaßt Solarstrommodule, Wechselrichter, Befestigungssysteme und weitere Komponenten sowie komplette
Solarstromanlagen für netzgebundene und netzferne Anwendungen. Die außerordentlich hohen Energieerträge der Solar-Fabrik-Anlagen sind eine Folge der konsequenten Qualitätspolitik.

Der Vertrieb erfolgt in Deutschland und ganz Europa über Fachinstallationsbetriebe, OEM-Kunden, Betreibergesellschaften, den Großhandel sowie Energieversorgungsunternehmen.

Kundenorientierung
Die hohe Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen ist entscheidend für unseren Erfolg am Markt.

Wir fühlen uns dem Erfolg unserer Kunden verpflichtet und unterstützen sie deshalb bei ihren Aktivitäten.
Wir setzen auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und partnerschaftliche, dauerhafte Beziehungen mit unseren Kunden, Lieferanten und anderen Geschäftspartnern.

Wir sehen in einem kontinuierlichen Verbesserungsprozeß (KVP) die Voraussetzung, um die Ergebnisse unserer Arbeit für den Kunden optimal
zu gestalten. Die Beurteilung unserer Leistungen durch die Kunden stellt für uns ein wichtiges Instrument zur ständigen Verbesserung dar.

Mitarbeiterorientierung

Im internen Umgang sind Vertrauen, Fairness, Wertschätzung und Offenheit Grundlage unseres Handelns.
Kontinuierlicher Informationsaustausch, Teamarbeit sowie Eigeninitiative und verantwortliches Handeln jeder/s Einzelnen
kennzeichnen unsere Arbeitsatmosphäre.

Wir benennen Konflikte offen und verpflichten uns, Spannungen untereinander aktiv und unmittelbar zu lösen. Probleme sehen wir als
Lernchancen. Wir legen Wert auf sichere und attraktive Arbeitsplätze und gute Arbeitsbedingungen zur Erhaltung von Motivation und Gesundheit.
Wir schaffen ein Umfeld, in dem Leistung Spass macht. Wir sind Magnet für die Besten.

Kontinuierliche Verbesserung
Wir arbeiten konsequent an der Verbesserung der Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen. Ein Ziel dabei ist, die Belastung unserer Umwelt nachhaltig zu verringern. Wir wollen unsere Effizienz in allen Bereichen des Unternehmens kontinuierlich steigern.
Wir streben stets nach den besten verfügbaren Technologien und Methoden. Dabei achten wir konsequent auf die ständige Verbesserung unseres Managementsystems. Wir definieren die Unternehmensprozesse und Ziele klar und transparent, überwachen und analysieren diese regelmäßig und reagieren schnell auf Abweichungen.

Karriere

Die Ises Solar Ltd wurde Anfang 2004 in der Ukraine gegründet und gehört mit ihren hochwertigen Produkten heute zu den europaweit führenden Unternehmen der Solartechnik.
Das Produktspektrum umfaßt Solarstrommodule, Wechselrichter, Befestigungssysteme und weitere Komponenten sowie komplette Solarstromanlagen für netzgebundene und netzferne Anwendungen. Unsere Kunden sind Installationsbetriebe, Betreibergesellschaften, OEM-Kunden und der Großhandel. Generalimporteure im Ausland sorgen für steigende Export-Zahlen.

Ein dezidiertes Qualitätssicherungskonzept und die Produktion in der mehrfach ausgezeichneten “Nullemissionsfabrik”sichern der Solar-Fabrik hohe Qualitätsstandards und ökologische Glaubwürdigkeit.

Aufgrund des kontinuierlichen Wachstums auf dem europäischen und den internationalen Märkten sowie den stetig steigenden Produktionskapazitäten sind wir immer auf der Suche nach qualifizierten und hoch motivierten Arbeitskräften.


Mehr dazu unter unseren aktuellen Stellenangeboten:

Wir suche zur Zeit:
- Mitarbeiter/- in in Teilzeit, Vertrieb Innendienst (First Level Support)

Ihre Aufgaben:
- Verwaltung und Weiterleitung der Kundengelder
- Weiterleitung von Privatkunden-Gelder an unsere Vertriebspartner
- Auftragsannahme

Unser Service Center bietet den ersten Kontakt mit unserem Unternehmen und überträgt den „Spirit” der Marke Ises Solar Ltd auf unsere Kunden.
Sie gestalten den Kontakt äußerst positiv, indem Sie kompetent, verbindlich und freundlich gegenüber unseren Kunden auftreten.

Ihr Profil:
Sie sind kommunikativ und trauen sich zu, die vertriebsorientierten Aufgaben in unserem Service Team zu bewältigen.
Die Beschäftigung erfolgt im Rahmen eines Job-Sharing Systems. Ihre Arbeitszeiten betragen 2 bis 8 Stunden in der Woche.
Internet, E-Mail, Grundkenntnisse der Hauptzahlungssysteme. Es wäre wünschenswert, wenn Sie ein eigenes Konto in einem deutschen
Geldinstitut mit Online Banking hätten.
Genauigkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und natürlich eine gesunde Arbeitseinstellung.

Ihr Vorteile und Ihr Verdienst:
- Sie werden zunächst unser Vertreter und Mittelsmann zwischen uns und unseren Kunden in Ihrem Land.
- Sie zahlen keine Gebühren und müssen nichts investieren.
- Sie haben eine flexible , interessante Arbeit , mit unterschiedlichen Tätigkeitsschwerpunkten und hohen Beförderungsmöglichkeiten
- Sie verdienen zuerst zwischen 500 und 1000 Euro pro Woche.
- Sie können selbst Ihren Verdienst bestimmen. - da Sie auf einem Prozentsatz arbeiten - hängt Ihr Verdienst nur von Ihrer Arbeitsbereitschaft ab.

Wenn Sie sich für eine innovative Energietechnik engagieren wollen und ein attraktives Tätigkeitsfeld im Wachstumsmarkt Solarenergie suchen, freuen wir uns auf Ihre Bewerbung mit einem Foto.
Falls Sie für unser Angebot Interesse haben und bereit sind, eine gut bezahlte, aber auch verantwortungsvolle Arbeit auszuführen, so schreiben Sie uns bitte an: support_k06@mail.ru

Nach der Bearbeitung Ihrer Bewerbung, wird Ihnen im Falle einer Zusage Ihre Tätigkeit genauestens erläutert, Sie werden mit unserer Gesellschaft bekannt gemacht und es folgt in kürze der Arbeitsvertrag

Wir hoffen auf eine gute und erfolgreiche Zusammenarbeit

Mit freundlichen Grüssen

Solar International

Diese Email wurde von einem unserer Email Roboter erstellt. Antworten Sie bitte nicht an folgende Email mit der Option “an Absender antworten”, senden Sie keine Emails an die Absenderadresse, da Ihre Email automatisch gelöscht wird. Unsere Email ist weiter oben angegeben.”


So einfach sollte man es sich als Bewerber/-in nicht machen. Wer meint, mit zwei bis acht Wochenstunden bequem bis zu 1000,- € verdienen zu können, überliest offenbar, wer geködert werden soll:

“Internet, E-Mail, Grundkenntnisse der Hauptzahlungssysteme. Es wäre wünschenswert, wenn Sie ein eigenes Konto in einem deutschen
Geldinstitut mit Online Banking hätten.”

Damit ist eindeutig, dass naive Kontobesitzer gesucht werden, die ihr Bankkonto einer dubiosen Organisation zur Verfügung stellen sollen.:

“- Verwaltung und Weiterleitung der Kundengelder
- Weiterleitung von Privatkunden-Gelder an unsere Vertriebspartner
- Auftragsannahme”

Wer spätestens hier nicht erkennt, dass es sich offensichtlich um illegale Geld-Transfers handelt, sollte sich bei scheinbar attraktiven Arbeitsangeboten in diversen Spam-Foren kündig machen. So wird z. B. auch an anderer Stelle seit Mai 2007 vor dieser Spam gewarnt!

Zumindest ist die Idee, den Email-Aufhänger (und -Ablenker) im Solarbereich anzusiedeln sicher keine schlechte. Denn so wird dem gutgläubigen Email-Empfänger vorgegaukelt, auch noch für eine gute Sache (Umweltschutz!) arbeiten zu können.

Eine Arbeit im Dienste der Umwelt, wenig Arbeitsaufwand und gutes Geld, das auch noch wöchentlich ausgezahlt werden soll… wer kann da noch “nein” sagen?

Ich hoffe, das können Sie!

Kritische Grüße,

Silvio Ströver

MeHarvest, das virtuelle Berufespiel für Schüler/-innen

Freitag, den 17. August 2007

Für junge Leute gibt es nun eine neue Möglichkeit, spielerisch die Berufswelt kennenzulernen!

Lustig, sympathisch und gut gemacht ist die Webseite mit der kleinen Comic-Figur, die durch die virtuelle Spielwelt führt und Wissenswertes rund um den Beruf vermittelt:

“Herzlichen Glückwunsch, du bist an die Pforten von MeHarvest gelangt. Jenem Reich, in dem du einen ganz wichtigen Schatz entdecken kannst, nämlich dich selbst. Denn was immer du beruflich erreichen willst; in jedem Fall musst du, bevor du dich entscheidest, die vier wesentlichen Fragen beantworten: Was will ich? Was kann ich? Welche Möglichkeiten habe ich? Wie erreiche ich mein Ziel? Gehe jetzt einfach zu den Bohnen auf der linken Seite und lass deine Ideen wachsen.”

Viel Spaß wünscht

Silvio Ströver

Nichts ist unmöglich

Freitag, den 22. Juni 2007

Man ist erstaunt, welche Anforderungen an Prostituierte gestellt werden.
Eine Bewerbung sollte da sicher gut vorbereitet sein, doch frage ich mich, wie das Bewerbungsfoto, oder ein Einstellungstest aussehen soll?…

;-)

Auszug aus einer Online-Anzeige:

Biete Job als

prostituierte

in: D-(…) (Alter der Anzeige: gestern)

Unternehmensbeschreibung
Wir eröffnen in kurzer Zeit eine Räumlichkeit in Hameln-Weserbergland.
Unser kleines Team besteht aus einer Führungskraft und zwei Damen.
Gutes Arbeitsklima und Wohlbefinden sowie auch diskretion sind für uns selbstverständlich.
Gründungsjahr
2007
Anzahl der Mitarbeiter
1 bis 2
Der angebotene Job
Stellenbezeichnung
prostituierte
(…)
Dienstleistungen
Kennzeichnungspflichtige Anzeige
Sex, Erotik, Escort, Flirtline
Vorgesehener Eintrittstermin
Verhandlungssache
Personalverantwortung
gehört nicht zum Job
Angebotene Beschäftigungsdauer
unbefristet, auf Dauer
Wochenarbeitszeit
5 - 15 Wochenstunden
15 bis 30 Wochenstunden
30 bis 50 Wochenstunden
50 bis 70 Wochenstunden
über 70 Wochenstunden
Der Job ist als Nebenjob geeignet
als Student, Werkstudent
als Arbeitsloser, Sozialhilfeempfänger
als Nebentätigkeit
am Wochenende
Vorgesehenes Arbeitsverhältnis
Freie Mitarbeit
Selbständigkeit
Vorgesehenes Vergütungsmodell
rein erfolgsabhängig
nach geleisteten Arbeitsstunden
Ihr Profil
Erforderlicher Bildungsabschluss
kein Abschluss
Erwartete Berufserfahrung
Keine
Erforderliche Sprachkenntnisse
Deutsch (Fliessend/Verhandlungssicher)
Englisch (Grundkenntnisse)
Arbeitsort
Ort
(…)
Suchgebiet
D-(…)
Bundesland
(…)
Land
Deutschland
Innen- oder Aussendienst
Innen- und Aussendienst
Sonstiges
Wir sind ein kleines Team und suchen Damen die mit niveau und flair arbeiten möchten.
In unserem Ambiente ist es uns wichtig, das der Gast sich wohl und zufrieden fühlt, so haben wir die Gewissheit , das der Kunde immmer wieder unsere Räumlichkeiten aufsucht.
Aus Erfahrung solltest du nicht abgeneigt sein, Haus -, und öffentliche Plätze zu tätigen.( was aber unter umständen kein muss ist, aber erfolgreich)
Wenn du Finanzielle unabhängig sein möchtest und im alter von 18 - 40 Jahre bist, würden wir uns freuen mit dir ein persönliches gespräch zu führen.