Archiv der Kategorie ‘Lehrer‘

Beratung nutzen!

Donnerstag, den 20. September 2007

Morgen werde ich aufgrund einer Sitzung nicht an der Schule sein.  Wer noch Fragen bezüglich der Praktikumssuche hat oder Hilfe bei der Erstellung einer Bewerbungsmappe benötigt, kann mich heute in den Pausen im Lehrerzimmer erreichen oder schickt mir eine Email:

s.stroever@web.de

Gruß,

Silvio Ströver

Neue Schritte wagen!

Dienstag, den 31. Juli 2007

Der Nürnberger Verlag BW Bildung und Wissen gibt eine Broschüre für junge Männer heraus, die kurz vor dem Schulabschluss stehen bzw. dabei sind, sich beruflich zu orientieren. Die Broschüre “Ready for Job” ist kostenlos und kann hier bestellt werden:

http://www.neue-wege-fuer-jungs.de/neue_wege_fuer_jungs/materialbestellung Eine CD-Rom informiert ebenfalls über aktuelle Berufsbilder und Ausbildungsgänge, und will deutlich machen, dass es weit mehr gibt als die bekannten, traditionellen Männer-Berufe wie z. B. Kfz-Mechatroniker, Spediteur oder Konditor.

Meiner Ansicht nach gibt es keine “Männer”- bzw- “Frauenberufe”, die nur für Männer bzw. Frauen geeignet wären. Und trotzdem arbeiten Männer z. B. in sozialen, pflegerischen oder ähnlichen Berufen auf männliche, Frauen in z. B. technischen Berufen auf frauenspezifische Weise. Doch die Realität in Sachen Berufswahl sieht bislang anders aus:
Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend stellt nüchtern fest:

“Obwohl es in Deutschland ca. 400 Ausbildungsberufe gibt, entscheiden sich die meisten Mädchen gerade mal zwischen 10 Berufen, insbesondere Bürokauffrau, Kauffrau im Einzelhandel, Arzthelferin, Friseurin und Krankenschwester. Jungen wählen viel selbstverständlicher unter einem breiteren Berufsspektrum aus, bevorzugen aber gewerblich-technische Berufe.”

Es ist daher anzunehmen, dass sich junge Menschen an traditionellen Rollen (Siehe Pressemitteilung des Bundesamts für Statistik aus dem Jahre 2004: “Männeranteil in Frauenberufen bleibt nahezu unverändert”) orientieren, anstatt zu versuchen, stärker eigene Interessen und Fähigkeiten bei der Berufswahl zu berücksichtigen. Das zeigt, wie stark traditionelles Denken noch heute wirksam ist, gleichwohl es im individuellen Fall durchaus richtig und gut sein kann, einen klassischen Traumberuf zu ergreifen.

Der unbeliebt gewordene Beruf des Lehrers* macht beispielhaft deutlich, dass gegenwärtige Tendenzen vorherrschen, die aus pädagogischer Sicht sicher nicht einfach zu beurteilen sind, wenn eine “Verweiblichung” dieses Berufes festzustellen ist. Immerhin wäre es aus pädagogischer Sicht wünschenswert, wenn Schülerinnen und Schüler gleichermaßen von Frauen als auch von Männern unterrichtet würden.

Eine Berufswahl, die stärker individuelle Vorlieben und Fähigkeiten einbezieht, kann sicher dazu beitragen, dass die Zahl von Berufsanfängern, die nach ihrer Ausbildung einen anderen Beruf ergreifen, niedriger ist, auch wenn es vorrangig noch andere Gründe für einen beruflichen Wechsel gibt. Das Institut für Arbeitsmarkt und Berufsforschung (IAB) weist in einem Artikel von Anfang dieses Jahres darauf hin, dass der Anteil an Berufswechslern in den letzten 30 Jahren bei den Frauen erfreulicherweise von 19 auf 16 % gefallen, jedoch im gleichen Zeitraum bei Männern um 26 % (!) angestiegen ist bei einem gleichzeitigem Anstieg von “unterwertigen” (also schlecht bezahlten) Arbeitsstellen vor allem in den Bereichen der Metall- und Baubranche (Quelle: http://www.bildungsspiegel.de/content/view/2260/635).

Und auch, wenn das Risiko eines Berufswechsels mit einer Nichtübernahme nach einer Ausbildung steigt, könnte eine qualifiziertere Berufswahl sicher helfen, trotz Nichtübernahme beruflich “am Ball” zu bleiben, weil der Betroffene um seine Stärken und Fähigkeiten in dieser beruflichen Tätigkeit weiß und vielleicht eher versuchen wird, diesen Beruf woanders auszuüben. Diese These vertrete ich aus dem Grunde, da ich annehme, dass man nur ungern einen anderen Beruf ergreifen mag, von dem man weiß, dass dieser eher weniger seinem Profil entspricht.
Ich kann mir folglich gut vorstellen, dass eine gute Berufswahl die Motivation stärkt, auch unter schlechten Bedingungen sein berufliches Ziel zu erreichen, sodass ein beruflicher Wechsel bzw. Abbruch verhindert werden kann. Denn nicht jeder Berufswechsel bedeutet unbedingten Erfolg für den Einzelnen.

Umso wichtiger also ist es aus meiner Sicht, Jugendliche früh genug, aber angemessen darauf vorzubereiten, sich rechtzeitig nach einem geeigneten Beruf umzuschauen und beispielsweise auf alternative Berufsfelder aufmerksam zu machen, die nicht immer gleichzusetzen sind mit traditionellen Geschlechterrollen.

Silvio Ströver

Lesetipp:

*DAS ZUVIEL AN LEHRERINNEN.

Erobern die Frauen die Schulzimmer
während sich
die Männer aus dem Kreidestaub machen?

Diplomarbeit von Katja Peterek (Dezember 2005)

Als Pdf-Datei herunterzuladen:

http://www.nwsb.ch/dokumente/diplomarbeit_peterek.pdf

Frohes Fest!

Sonntag, den 24. Dezember 2006

Ich grüße alle Besucherinnen & Besucher,

alle Schülerinnen und Schüler,

alle Kolleginnen & Kollegen mit folgendem Bibelwort:

Denn euch ist heute ein Retter geboren, der ist Christus, der Herr, in Davids Stadt.

Ihnen und Euch einen besinnlichen Heiligabend und frohe Weihnachten,

Silvio Ströver

Praktikumsberichte

Montag, den 4. Dezember 2006
Praktikumsberichte sind wichtige Dokumente.
Sie geben einen sehr persönlichen Einblick in die Denkweise eines einzelnen Schülers. Als ich die ersten Praktikumsmappen durchsah, hatte ich eine recht große Bandbreite an Seiten und Inhalt. Die Seitenanzahl schwankte z. B. zwischen acht und 45 Seiten. Entsprechend dick bzw. dünn fielen die Mappen aus. Und es ist ja nicht so, dass man solche Berichte einfach so herunterliest, erst Recht nicht, wenn man die Aufgabe bekommen hat, diese Mappen zu sichten und zu bewerten. Und so verbrachte ich einige Stunden mit Praktikumsberichten und suchte nach Kriterien, diese zu bewerten.Die Aufgabe im vierwöchigen Praktikum bestand darin, zunächst in Absprache mit dem Betreuungslehrer eine sogenannte “Beobachtungsaufgabeâ€� zu bestimmen. Ziel ist es dabei, einen speziellen Arbeitsablauf genauer zu beobachten und zu beschreiben.Der Praktikumsbericht sollte wie folgt gegliedert sein:

Deckblatt
Vorstellung des Betriebs
Vorstellung des Ausbildungsberufes
Schriftliche Beobachtungsaufgabe
Tätigkeitsbericht
Persönliche Meinung
Anhang

Natürlich mussten diese Punkte enthalten sein, daneben galt es, dass die Verfasser die Worte zählen und eine schön sauber erstellte Mappe abgeben sollten. Ich konzentrierte mich also darauf, dass die Gliederung im wesentlichen eingehalten wurde und dass die äußere Form (Reihenfolge der abgehefteten Seiten, Anhang vollständig, Inhaltsverzeichnis mit Seitennummerierung verglichen etc.) auch stimmte. Für mich als Berufswahlbegleiter war das Lesen und Bearbeiten dieser ersten Praktikumsmappen ein interessanter, intensivere Einstieg in das Praktikumsgeschehen “meinesâ€� Berufskollegs.

Mir fiel auf, dass sprachliche Schwächen oft vorhanden waren. Doch einige Praktikanten waren meiner Ansicht nach so engagiert bei der Sache gewesen, dass sie sich gewissermaßen “Fleißpunkteâ€� verdienen konnten, wenn die Mappe schön gegliedert, kreativ gestaltet und nicht ganz so mager ausfiel.

Es hat vielleicht auch Vorteile, nicht so genau zu wissen, wessen Mappen man vorliegen hat. So konnte ich mich ganz auf den Inhalt konzentrieren.

Die Praktikumsmappen liegen nun wieder beim Lehrer. Ich bin mal gespannt, was sich ergibt. Der Bereich Praktikumsbegleitung würde mich schon sehr interessieren.

So weit dazu,
noch einen entspannten Abend,
Silvio Ströver

Im selben Boot…

Dienstag, den 28. November 2006

Oftmals beklagen Schülerinnen & Schüler, dass sie schlichtweg überfordert sind. Freilich sagen sie es nicht gleich direkt, jedenfalls nicht so, wie man es vielleicht gerne hätte. Sie haben ihre eigene Ausdrucksweise dafür: Vielmehr zeigt sich das in schlechten Noten, im Schuleschwänzen und im veränderten Verhalten gegenüber anderen. Doch wer meint, dass Lehrerinnen & Lehrer alles beherrschen, was sie selbst ihren Zöglingen versuchen, beizubringen, der irrt. Gerade in Sachen Medienpädagogik haben es die Schüler dann doch vielleicht etwas einfacher. Nach einem heutigen Weblogeintrag von Thomas Happ stellt sich heraus, dass auch Lehrerinnen & Lehrer sich oft in Sachen E-Learning schwertun.

Das zeigt mal wieder, dass Bildung echte Arbeit sein kann und nicht vor dem Berufsstand halt macht. Bildung ist nicht selten ein mühsames Geschäft, das doch oft einem selbst nur etwas einbringt.

Also schön “am Ballâ€� bleiben,
medienpädagogische Grüße
Silvio Ströver