Archiv der Kategorie ‘Vorurteil‘

Girls Day 2008

Freitag, den 25. April 2008

Der diesjährige Girls Day hat hoffentlich vielen Mädchen und jungen Frauen helfen können, sich über den eigenen Wunschberuf im Klaren zu werden. Zahlreiche Aktionen belegen, dass das Thema hoch aktuell ist. Frauen sollen den Beruf ergreifen können, den sie gerne ausüben möchten. Im Übrigen gilt das auch für Männer. Zudem macht es auch einfach Spaß, mit jungen Leuten etwas zu unternehmen, um sie auf die vielen Möglichkeiten im Berufsleben hinzuweisen. Schöne Berichte über diverse Girls-Day-Aktivitäten lesen Sie u. a. hier:

Rebecca berichtet, wie sie ein Herz zum Blinken brachte: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/rebecca

Maria weiß etwas zum Bankwesen zu berichten: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/maria

Melanie hat im Forstamt gearbeitet: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/melanie

Jana schuftete in einer Metallwerkstatt: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/jana

Susanne mischte in der Lokalpolitik mit: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/susanne

Lena war begeistert davon, zu schrauben und zu löten: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/lena

Natascha durfte bei der Telekom u. a. Websites erstellen und Netzwerke einrichten: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/natascha

Sandra beschäftigte sich im Fraunhofer Institut mit dem Zellaufbau: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/sandra

Sabrina “meldete sich” bei der Bundeswehr: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/sabrina

Melissa fragte sich, wie wohl ein Chip funktioniert: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/melissa

Zum Schluss habe ich noch drei Links für interessierte Mädels, die einige Berufe online besser kennenlernen möchten:

http://www.lizzynet.de/dyn/

99610.php?sid=76438027244448539517558655898980

oder auch:

http://www.lizzynet.de/dyn/

99590.php?sid=41857572062378883120907570780910

und

http://www.girls-day.de/zielgruppen/schulen/berufsorientierung/links_tipps

Viel Erfolg!

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Film für Jungs in der Berufswahl

Freitag, den 4. April 2008

Wie ich auf der Webseite von Kindo las, gibt es für Jungs einen Film auf DVD  zu bestellen. In einem Flyer zum Download können Sie lesen, was der Film “Eigentlich wollte ich Fußballprofi werden” bezwecken will. Weitere Informationen und Bestellmöglichkeiten* finden Sie dort. Es muss also nicht immer lauten: “Wie der Vater, so der Sohn…”

Gruß,

Silvio Ströver

*Der Link ist auch rechts in der Sidebar dieses Weblogs unter der Rubrik “Berufsorientierung für Jungen und Männer” wiederzufinden.

Wozu Pädagogik studieren?

Dienstag, den 1. April 2008

Eine Frage, der ich vor einiger Zeit (Sommersemester 2001) nachging und folgende Schlussfolgerung dokumentierte:

“Möglicherweise besitzen gerade Studenten /-innen der Pädagogik eine höhere Ambiguitätstoleranz und effektivere Konfliktlösungskompetenz als andere Menschen. Ideelle Werte („Helfersyndrom“) werden eher weniger genannt, sodass sachliche, finanzielle, organisatorische und pragmatische Gründe gewichtiger einzuordnen sind, als z. B. karikative, humanistische oder christliche Beweggründe.”

Hier gibt es weitere Informationen zu meiner empirischen Erkundungsstudie:

http://paedblog.de/2006/08/30/wozu-paedagogik-studieren

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Über Benimm-Regeln entscheiden können

Donnerstag, den 17. Januar 2008

Wer die angemessene Begrüßung oder den richtigen Smalltalk beherrscht, für den Höflichkeit und gutes Benehmen keine Fremdworte sind, wer einen guten Kleidungsstil wahrt und vorzeigbare Tischsitten mitbringt, ist als Bewerber klar im Vorteil.

Man möchte als junger Mensch gerade in der heutigen Zeit, die durch Schlagworte wie z. B. Emanzipation und Selbstverwirklichung gekennzeichnet ist, einwenden, dass man sich nicht verstellen möchte. Doch wer verlernt hat, von “außen nach innen” zu essen oder im Betrieb der Rangfolge entsprechend zu begrüßen oder anzureden und keinen blassen Schimmer hat, was ein “Dresscode” ist und wie er im Unternehmen definiert ist, wird schnell negativ auffallen und spätestens im Vorstellungsgespräch eine Absage erhalten.

Schon Schopenhauer wusste Folgendes zu sagen:

“Höflichkeit ist wie ein Luftkissen: Es mag wohl nichts drin sein, aber sie mildert die Stöße des Lebens.”

Es ist nicht verwerflich, einige Höflichkeits-Regeln zu kennen. So kann man sich wenigstens bewusst dafür oder dagegen entscheiden und kennt die möglichen Konsequenzen. Unpädagogisch wäre es meiner Ansicht nach, diese Entscheidung aus Unkenntnis (Unbildung) heraus nicht fällen zu können.

Auch Wilhelm Busch, der - vereinfacht formuliert - Vater des Comics gewesen ist, zeichnete sich auch dadurch aus, seine Menschenkenntnisse im guten Wort und Witz Ausdruck zu verleihen. So finden wir, passend zum Thema, einen klugen Reim, der anhand des Wahrheitsbegriffs deutlich machen will, dass ein gesellschaftliches Miteinander scheinbar nur dann funktioniert, wenn man sich nicht ganz so wichtig nimmt:

Wer möchte diesen Erdenball

Noch fernhin betreten,

Wenn wir Bewohner überall

Die Wahrheit sagen täten.

.

Ihr hießet uns, wir hießen euch

Spitzbuben und Halunken,

Wir sagten uns fatales Zeug

Noch eh’ wir uns betrunken.

.

Und überall im weiten Land,

Als langbewährtes Mittel,

Entsproßte aus der Menschenhand

Der treue Knotenknittel*.

.

Da lob’ ich mir die Höflichkeit,

Das zierliche Betrügen.

Du weißt Bescheid, ich weiß Bescheid;

Und allen macht’s Vergnügen.

.

Wilhelm Busch: Kritik des Herzens

Höflichkeit und z. B. Tischmanieren sind durchaus erlern- und trainierbar. Und auch das Wissen kann man sich für ein wenig Geld aneignen. Empfehlen möchte ich daher an dieser Stelle drei Bücher, die man überall kaufen kann:

BONNEAU, Elisabeth: 300 Fragen zum guten Benehmen. Der grosse GU Kompass. München: Gräfe und Unzer Verlag, 2005. 12,90 €

VON AU, Franziska: Erfolgreich auftreten im Beruf. München: Gräfe und Unzer Verlag, 2007. 16,90 €

WOLFF, Inge: Knigge im Job. So machen Sie immer eine gute Figur. München: Gräfe und Unzer Verlag, 2006. 12,90 €

Es sieht so aus, als ob es zig Regeln gibt, die man auswendig lernen müsste. Aber mir scheint, dass viele Regeln von einigen zentralen Grundnormen (z. B. “Beachte die Hierarchie in der Firma”, “Kleide Dich ’standes’gemäß”, “Verletze keine Territorien”…) ableiten lassen. Ich möchte versuchen, dies in den nächsten Blogbeiträgen zu verdeutlichen.

Gruß,

Silvio Ströver

*Nachtrag:

Der “Knotenknittel” scheint - nach mühsamer Recherche - ein “Knüttel” zu sein, also ein nicht verzierter, nicht geschnitzter, z. B. einem Baum entrissenen dicker (”Knoten”!), knüppelartiger Ast zu sein, der u. a. zur Prügelstrafe eingesetzt wurde. Insofern scheint klar zu sein, was Busch mit “langbewährtes Mittel” und “treu” gemeint hat.

Quellen:

BUSCH, Wilhelm: Wer möchte diesen Erdenball? In: Wilhelm Busch: Narrheiten und Wahrheiten. Mit einer Einführung von Friedrich Bohne. Frankfurt am Main: Büchergilde Gutenberg., Buch 427, 1960, S. 306.

SCHOPENHAUER, Arthur: “Höflichkeit ist wie ein Luftkissen…” Zitiert aus:
Großes Zitatenbuch. Sonderausgabe. München: Compact Verlag, 1984, S. 707.

Tipp:

Wer möchte diesen Erdenball” zum Anhören:

http://de.wikisource.org/wiki/

Bild:De-Wer_m%C3%B6chte_diesen_Erdenball-wikisource.ogg

Mehr Schein als Sein im Vorstellungsgespräch?

Mittwoch, den 14. November 2007

Stellen Sie sich als Bewerber einmal vor, Sie wollten einen möglichst guten Eindruck im Vorstellungsgespräch hinterlassen. Wie ein guter Stempel die wichtigsten Informationen gut sichtbar auf ein weißes Blatt Papier abdruckt, so versuchen Sie, Ihre zentrale Botschaft dem Personaler zu vermitteln: Sie sind für diese Stelle der geeignetste Kandidat!

Ein schöner Stempel muss beispielsweise nicht nur gut in der Hand liegen, sondern sollte über eine klare Patrize verfügen, um mittels einer nicht-tropfenden Tinte entsprechendes Druck-Bild abzuliefern. Schlechte Stempel führen dazu, dass die Schrift verschmiert oder wegen der schlechten Tintenqualität verläuft. Manchmal verblasst ein Aufdruck schnell oder ist nur deswegen unlesbar, weil einzelne Buchstabensegmente von den Konturen her stark abgenutzt sind oder gar fehlen. Es gibt Stempel, die zu groß oder zu klein sind und für den Zweck völlig ungeeignet sind. In anderen Fällen wird die falsche Tintenfarbe benutzt oder es wird schlicht ein falscher Stempel genutzt. Es kann allerdings auch vorkommen, das der Stempel auf (zu) glatte oder raue Oberflächen gedrückt wird, sodass die Tinte nicht vom Material aufgesogen wird. Kurz, es gibt die unterschiedlichsten Gründe, warum ein Stempelbild missglücken kann, womit wir wieder beim Vorstellungsgespräch wären.

Natürlich sind Sie nicht der Stempel und der Personaler kein Blatt Papier. Jedoch vermittelt das Bild des Stempels, worum es in erster Linie geht:

Wichtig ist es, im Vorstellungsgespräch einen guten ersten Eindruck zu vermitteln!

Dabei müssen Sie Ihre “Werbe-Botschaft”:

Klar und deutlich,

sicher und souverän und

authentisch und lebendig formulieren können,

ohne zu unter- oder übertreiben.

Warum ist das eigentlich so entscheidend, wie man sich gut “verkaufen” kann?

Schon Freud wies darauf hin, dass menschliches Handeln stark vom Unbewussten geprägt wird. Wenn Menschen also einander begegnen, nehmen sie sich nicht nur objektiv, rational und vernunftsgesteuert wahr, sondern bewerten ihr Gegenüber beinahe automatisch und in der Regel unbewusst in z. B. “Freund” oder “Feind”.

Sie kennen diesen Effekt, wenn Sie sich das spontane Sitzverhalten im öffentlichen Nahverkehr vergegenwärtigen oder sich überlegen, nach welchen Kriterien Sie sich Ihre Freunde ausgesucht haben.

Auf das Äußere kommt es folglich erst einmal an, was sicher evolutionsbiologisch und von der Wahrnehmungspsychologie plausibel begründet werden kann. Inge Wolff schreibt in ihrem Ratgeber “Knigge im Job”, dass Personaler ihre Entscheidung, einen Bewerber zu nehmen oder abzulehnen, überwiegend (zu ca. 55 %) am äußeren Erscheinungsbild (Kleidung und Körpersprache) festmachen, dass Stimme und Mundart immerhin zu 38 % zu Buche schlagen und nur noch klägliche sieben Prozent davon abhängen, was die Bewerberin bzw. der Bewerber (inhaltlich im Vorstellungsgespräch) überhaupt sagt.

Konsequenz:

Auf der einen Seite kann sich ein Bewerber entlastet fühlen: Wer sich rhetorisch etwas ungeschickt anstellt, darf hoffen, durch sein äußeres (gepflegtes) Erscheinungsbild wieder an Boden zu gewinnen. Auch, wenn es möglicherweise unangenehm ist, zu akzeptieren, dass das Äußere einen derart hohen Stellenwert erhält, ist es doch nicht ohne Weiteres zu ändern. Daher muss die Frage also lauten, wie gehen Sie mit dieser Erkenntnis zukünftig um?

Vorerst muss natürlich davor gewarnt werden, dass es sich nicht so verhält, als wäre das Gesagte gänzlich irrelevant. Es wäre also fatal, unvorbereitet zu erscheinen und keine Argumente für die eigene Job-Tauglichkeit nennen zu können. Sie sollten aber gerade für die Vorbereitung eines Vorstellungsgespräch darauf achten, ihr Erscheinungsbild entsprechend anzupassen. Das ist schließlich die gute Seite der Medaille, dass Sie in der Lage sind, auch diese Dinge zu Ihren Gunsten zu beeinflussen!

Da helfen manchmal ganz einfache Tricks, die Sie anwenden können: Kleiden Sie sich “standesgemäß” bzw. dem Berufsbild angemessen. Banker, Kauf- oder Versicherungsleute tragen brav konservativ einen Anzug bzw. Kostüm, während Künstler und Kreative durchaus etwas greller und gestylter auftreten dürfen. Nutzen Sie die Stil- und Farbberatung über Freunde, oder noch besser: über Profis, um herauszufinden, welche Farben zu Ihnen passen. Doch die beste Beratung nutz Ihnen nichts, wenn Sie sich in Ihrer Kleidung unwohl fühlen. Übertreiben Sie es nicht und versuchen Sie nicht auf Biegen und Brechen, sich von jetzt auf gleich in ein Super-Modell zu verwandeln. Schließlich bleibt das dadurch verursachte Unwohlsein Ihrem Gegenüber nicht verborgen.

Gehen Sie es langsam an, probieren Sie vorher schon verschiedene Kleidungsstile aus. So haben Sie schon vorher nicht nur festgestellt, was gut an Ihnen aussieht, sondern auch, ob Sie sich selbst so mögen.

Da es kein “Bekleidungsfach” in der Schule gibt, müssen Sie versuchen, ihren persönlichen Stil selbst herauszufinden. Inzwischen gibt es reichlich Literatur und Einrichtungen, die nichts anderes tun, Sie dahingehend zu beraten. Doch seien Sie auf der Hut und lassen Sie sich nicht völlig manipulieren.

Wer Lust hat, zu diesem Thema mehr zu lesen, darf sich zum Abschluss dieses Blogeintrags auf folgende, unterschiedliche, z. T. sehr provokante Link-Tipps freuen, die zum weiteren Nachdenken und Diskussion anregen wollen:

Attraktiv und Attraktivität. Psychologie, Sozialpsychologie, Psychopathologie, Soziologie. Aus allgemeiner und integrativer Sicht. Quelle:

http://www.sgipt.org/gipt/sozpsy/attrak0.htm

“Fitness ist die Basis zum Erfolg.” Quelle:

http://www.abendblatt.de/daten/2005/08/27/475696.html

Größe macht das Gehalt. Quelle:

http://www.abendblatt.de/daten/2003/10/20/220247.html

Karriere schön und gut. Quelle:

http://www.rhetorik-online.de/e2633/e1219/pr_spiegel753/index_eng.html

Mit Kopftuch auf Jobsuche. Quelle:

http://www.dw-world.de/dw/article/0,2144,2706282,00.html

Spieglein, Spieglein. Wer schön ist, macht Karriere. Quelle:

http://karrierebibel.de/spieglein-spieglein-wer-schoen-ist-macht-karriere

Wer schön ist, macht Karriere. Quelle:

http://www.wiwo.de/pswiwo/fn/ww2/sfn/

buildww/id/127/id/37018/SH/0/depot/0/index.html

Zur psycho-sozialen Bedeutung des Haarausfalls. Quelle:

http://www.haar-und-psychologie.de/haarausfall/psycho-soziale-bedeutung.html

Gruß,

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Benutzte Literatur:

WOLFF, Inge: Knigge im Job. So machen Sie immer eine gute Figur.

München: Gräfe und Unzer Verlag GmbH, 2006.

S. 19 - 20.

Vorstellungsgespräch mit Tücken

Donnerstag, den 8. November 2007

Aufgrund einiger Schüler-Anfragen schiebe ich hier noch einen Blogeintrag über das gut vorbereitete Vorstellungsgespräch mit ein und werde “Knigge im Job” erst danach ausführlicher behandeln. Natürlich gilt bereits auch hier, sich vorher gut zu überlegen, wie man zum Vorstellungsgespräch kommen will und welche Körperhaltung man einnimmt. Doch dazu, wie gesagt, später. Hier kommt, wie versprochen, ein Tipp, wo Sie sich gut über den Ablauf eines Vorstellungsgesprächs informieren können:

Focus.de zeigt in einer Videosequenz  folgenden Inhalt, den Sie sich entspannt anschauen können:

“FOCUS Online hat typische Bewerbungssituationen nachgestellt. Tanja Keitel und Ben Wolter schlüpfen in die Rollen von Frau Kwiatkowski, Inhaberin der Blitz GmbH, und von Herrn Schling, der sich um eine Stelle im Außendienst bewirbt. Leider verläuft das Gespräch zunächst nicht nach Plan. Herr Schling ist so nervös, dass ihm gleich mehrere Fehler unterlaufen. Rhetoriktrainer Günter Seipp erklärt, wo die Klippen lauern und wie man sie am besten umschifft.”

Quelle: 2007: http://www.focus.de/jobs/bewerbung/videotraining-i_aid_28776.html 

Mein Tipp: Schauen Sie sich dieses Video an und lesen Sie zusätzlich die folgende Seite durch, auf der auch gezeigt wird, wie man mit schwierigen Fragen geschickt umgehen kann:

http://www.focus.de/jobs/bewerbung/schwierigefragen/

vorstellungsgespraech_aid_26803.html

Denken Sie stets daran, dass ein Vorstellungsgespräch auch eine Chance sein kann, seine Stärken gekonnt, sachlich und auf den Punkt gebracht, zu präsentieren. Solch ein Gespräch ist also keine Selbstoffenbarung noch Angeber-Runde.

Es macht generell Sinn, solch ein Vorstellungsgespräch im Familien-, Freundes- und Schulkreis geübt zu haben. Nehmen Sie es sportlich und nutzen Sie auch Vorstellungsgespräche, die nicht gut gelaufen sind, um daraus zu lernen, und es später besser zu machen. Vielleicht sollten Sie sich diesbezüglich nicht gerade ungeübt auf ihren wahren Traumberuf stürzen, weil es dann wahrscheinlich nur noch schief gehen wird.  Interessanterweise scheinen Bewerber, die sich auch noch vorstellen können, sich woanders zu bewerben, erfolgreicher zu sein, als Bewerber, die quasi ihr letztes Hemd für diese eine Stelle hergeben würden. Behalten Sie Ihre Würde!

Gutes Gelingen,

Silvio Ströver

In die Ferne…

Donnerstag, den 25. Oktober 2007

Wer überlegt, sich beruflich ins Ausland abzusetzen, sollte sich vorher sehr gut über Voraussetzungen und Möglichkeiten, im Traumland gut leben zu können, informieren. Es ist bekanntlich oft sehr schwierig, sich eine neue Existenz im Ausland aufzubauen und sich gut einzuleben. Denn schließlich geht es nicht nur darum, bloß irgendeine neue Bleibe im Wunschland zu finden, sondern auch darum, eine sichere und lebenswerte Zukunft zu gestalten. Das braucht Zeit, geschätzte ein bis zwei Jahre, und (kompetenten) Rat.

Wer beispielsweise sofort seine deutsche Identität abgibt, kann nicht unbedingt darauf hoffen, im Unglücksfall sofort wieder in Deutschland aufgenommen zu werden. Ehemalige, verarmte Deutsche sind nämlich auch ein Kostenfaktor, um den sich keiner reißt. Es empfiehlt sich daher, ein sicheres “Standbein” im Ursprungsland Deutschland zu bewahren, um im Notfall - z. B. als verarmte(r) Witwe(r) - wieder zurückgehen zu können. Wer dagegen längere Zeit erfolgreich im Ausland gelebt hat, hat bereits viel bewiesen. Aber die Anzahl der im Ausland Gescheiterten ist sicher nicht klein.

Auf jeden Fall sollten Sie sich daher Informationen beim Auswärtigen Amt einholen, dort erhält man auch weitere Adressen zu Beratungsstellen, wie z. B. die Adresse vom Raphaels-Werk, das nach eigenen Angaben über 23 Beratungsstellen verfügt. Auch das Bundesverwaltungsamt stellt interessierten Auswanderern eine Fülle von wichtigen Informationen zu Verfügung, die Sie hier gratis downloaden können:

http://www.bva.bund.de/cln_051/nn_385530/DE/Aufgaben/Abt__II/

InfostelleAuswanderungundAuslandstaetigkeit/Publikation/publikationen-inhalt.html

Eine Liste von häufig gestellten Fragen mit entsprechenden Antworten können Sie auf der Seite des Auswärtigen Amtes nachlesen, wenn Sie den folgenden Link anklicken, wo Sie auch Tipps über Auslandspraktika erhalten:

http://www.auswaertiges-amt.de/diplo/de/

Infoservice/FAQ/ArbeitLebenPraktikumAusland/Uebersicht.html

Wer also Interesse hat, in der “Fremde” zu arbeiten oder ein Praktikum abzuleisten, kann wertvolle Informationen finden. Nutzen Sie die heutigen Medien und Chancen, lassen Sie sich persönlich beraten. Eine Erfolgsgarantie gibt es garantiert nie, warum also nicht einfach den ersten Schritt wagen?

Wenn Sie das Traumland auch von den “Schattenseiten” (Beispiele: Armut, schlechte Verkehrsanbindungen, politisch unsicherere Situation, schlechte Wetterbedingungen, kein Umweltschutz, religiöse Unfreiheiten, Lage der Frau, Lebensbedingungen von Kranken, Alten, isolierte Wohnlage etc.) her kennen, Sprachkenntnisse haben und über genug Ehrgeiz und klare Ziele verfügen, haben Sie bereits gute Karten. Sicher sollten Sie über mindestens einen Alternativplan verfügen, falls alles doch ganz anders kommt.

Beispielsweise sollten Sie wissen, ob Ihre Berufsausbildung oder Ihr (Fach-/Hoch-) Schulabschluss im jeweiligen Traumland anerkannt wird. Wer seine Arbeit erst gar nicht antreten darf, braucht sich also erst gar nicht bemühen. Zumindest muss dann über eine Weiterqualifizierung nachgedacht werden. Weiterhin gilt es, sich darüber zu informieren, wie behördliche Schritte zu gehen sind. Wo muss ich mich um-, ab-, anmelden, registrieren lassen oder welche (Visa-) Gebühren bezahlen? Viele Auswanderer sind sich nicht im klaren darüber, dass das Recht auf einen Auslands-Aufenthalt oft wieder erlischt, wenn man arbeitslos geworden ist. Wer aber über eine gute Geschäftsidee verfügt (Business-plan) bzw. pfiffig genug ist, sich selbst Arbeit zu besorgen, steht natürlich wesentlich besser dar.

Also, worauf noch warten?

Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge

Morgen: Neuer Lesezirkel! & Plan bis November 2007

Montag, den 17. September 2007

Aushang 1: 

 

Lesezirkel!

Liebe Schülerinnen & Schüler des
Konrad Klepping Berufskollegs!

Lesen Sie gerne? Haben Sie Spaß daran, Neues zu entdecken?
Oder fällt es Ihnen schwer, Bücher auch nur anzuschauen?
Erleben Sie Literatur neu kennen und seien Sie neugierig!

Ab sofort haben Sie die Gelegenheit,
jeden Dienstag in der 8. (ab 14:15 Uhr) & 9. Stunde
im Raum BU 60 *
[direkt neben dem Schülerselbstlernzentrum (SLZ)]
mit anderen Schülern am Lesezirkel teilzunehmen!

Haben Sie Fragen?
Mailen Sie mir: s.stroever@web.de
Gruß, Silvio Ströver
(Berufswahlbegleitung & Schulsozialarbeit KKB)

*Termin-Anderungen ggf. möglich. Beachten Sie bitte:

http://www.berufswahlhelfer.stroever.net

Aushang 2: 
Im Angebot* habe ich für Sie:
Platon – Gerechtigkeit über Bildung? Das platonische Höhlengleichnis!
(18.09.2007 & 09.10.2007)
Mittelalter und Moderne – Alte Standfestigkeit oder berufliche Freiheit? Der moderne Zwang zur Selbstvermarktung: Chancen & Risiken! (16.10.2007)
Sigmund Freud – Triebe, Chaos und Hormone? Wieso man nie Lust auf Schule
hat! (23.10.2007)
Karl Marx – Soziale Ideen und moderner Leistungsdruck! Warum Arbeitnehmer
ihre Rechte kennen sollten! (30.10.2007)
Lernpsychologie – Warum wir überhaupt lernen müssen! Tipps und Tricks für
effektives Lernen! (06.11.2007)

Machen Sie mehr aus sich!

Gruß,
Silvio Ströver
Berufswahlbegleitung & Schulsozialarbeit KKB

*Termine können sich ggf. ändern. Bitte beachten Sie dazu:
http://www.berufswahlhelfer.stroever.net

*Anmeldung z. B. persönlich oder über s.stroever@web.de möglich.
(Auch Spontan-Besucher sind willkommen!)

Cappuccino, Knabberzeug & Material wird es gegen einen kleinen Kostenbeitrag
geben.
Aushang 3:

Platon
Der Schlüssel zum
europäischen Bildungsverständnis.

Haben Sie Lust, in einer gemütlichen Atmosphäre den Gedanken eines

Philosophen der Antike zu folgen?
Lassen Sie sich inspirieren und erleben Sie – ganz nebenbei – dass alte Texte
hochaktuell sein können!
Die Planung für den 18.09. & 09.10.2007:
Wir werden in einem Kreis von Interessierten gemeinsam einen für das
europäische Bildungsverständnis zentralen Text durchgehen, der Bestandteil des
platonischen Werks „Der Staat“ ist.
Dort erfahren wir nicht nur, wie sich ein kluger Kopf der Antike über Gerechtigkeit
auseinander gesetzt hat, sondern auch, warum Platon mit seiner Bildungsidee (im
Höhlengleichnis beschrieben) dermaßen Erfolg hatte, dass wir noch heute viel
von seiner Philosophie – ohne es vielleicht zu bemerken – (er-) leben!

Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

Neuer Lesezirkel im KKB!

Samstag, den 15. September 2007

Aktueller Hinweis für die Schülerinnen & Schüler des Konrad Klepping Berufskollegs der Stadt Dortmund:

Am kommenden Dienstag (18.09.) wird (von nun an wöchentlich) in der 8. und 9. Stunde ein Lesezirkel für alle interessierten Schüler im Raum UB 60 (= direkt neben dem SLZ) stattfinden!

Gemeinsam werden wir in einer gemütlichen Atmosphäre spannende Texte aus dem Bereich der Philosophie, Geschichte, Politik, Pädagogik, Soziologie und Psychologie kennenlernen!

Eine einmalige Chance für Sie, auch einmal solche Texte zu erschließen, die es in sich haben! Zusammen werden wir spannende Diskussionen haben und sicher die Erkenntnis mitnehmen, dass es Spaß macht, solche Texte zu lesen!

Nähere Informationen folgen in Kürze,

bei Fragen mailen Sie mich einfach an:

s.stroever@web.de

Gruß,

Silvio Ströver

Messen für Mädchen & junge Frauen!

Montag, den 6. August 2007

Einen guten Überblick über Messen und Aktionstage für junge Frauen, die sich über Ausbildung, Studium und Beruf der (vermeintlichen) “Männerwelt” informieren wollen, bietet Girl’s Day:

http://www.girls-day.de/zukunft_beruf/aktiv/datenbank/suchen

Insbesondere geht es darum, das weibliche Geschlecht für technische, handwerkliche und naturwissenschaftliche Berufsleben zu gewinnen. Die Auswahl ist groß, immerhin umfasst die Datenbank momentan ca. 150 Angebote, die durchforstet werden können. Was also für Jungen gilt, stimmt umgekehrt auch für Mädchen:

Jede Frau sollte den Beruf ergreifen, den sie bevorzugt, und weniger versuchen, den Beruf der geschlechtlichen Identität anzupassen. Nicht selten verhindern jedoch Traditionen, religiöse und kulturelle Gründe, dass junge Menschen den “Traumberuf” ergreifen. Doch jede Generation hat derzeit hierzulande die Chance, es besser zu machen und es zu beweisen, dass es geht!
Gruß,

Silvio Ströver

Interview: Berufsberatung

Mittwoch, den 28. März 2007

Ein interessantes Interview ist auf den Seiten des Bildungsklick.de nachzulesen.

Dort geht ein Berufsberater, Herr Selka, auf die aktuellen Schwierigkeiten ein, die Jugendliche nur allzu oft haben: das Auffinden einer geeigneten Azubi-Stelle.

Welche Wunschberufe ganz oben stehen und welche Ausbildungen tatsächlich auch erfolgreich abgeschlossen werden, erfahren Sie, wenn Sie auf den folgenden Link klicken:

http://bildungsklick.de/a/52105/den-ausbildungsberuf-da-suchen-wo-andere-es-nicht-tun/Â

Und warum man nicht unbedingt den Beruf auswählen sollte, der nicht Spaß macht, können Sie hier nachlesen:

http://bildungsklick.de/a/52116/beruf-nicht-nur-wegen-guter-aussichten-waehlen/
Gruß,
Silvio Ströver

Tagesvater, der Job für Dich?

Donnerstag, den 15. März 2007

Männer haben es heute oft schwer: Wer noch dem klassischen Mannsbild entspricht, gilt schnell als Macho. Wer sich dahingehend moderner ausrichtet, wird kritisch beäugt. Schnell sind Vorurteile zur Hand, wenn ein Mann sich für die Erziehung & Bildung von Kindern und Jugendlichen interessiert, erst recht, wenn man(n) an der Basis arbeitet und sich weniger für Leitungsaufgaben starkmacht.
Doch was sagen denn Männer selbst von sich, die im sozialen Bereich arbeiten?

Zwar wird hier kein Job mit klassischer Karriereaussicht vorgestellt, dennoch verweise ich gerne auf den folgenden Beitrag “Tagesväter die Ausnahme?“, den ich auf meiner frühpädagogischen Homepage veröffentlicht habe - siehe dazu auch http://www.paedblog.de/2007/03/16/tagesvaeter-out/.

Neue Männer braucht das Land, :-)
Gruß,
Silvio Ströver