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    Die Kunst, eigene Fähigkeiten zu entdecken und zu benennen!

    20. Juli 2008

    Es fällt vielen Bewerbern schwer, sich über eigene Stärken und Fähigkeiten klar zu werden. Zusätzlich haben sie Probleme, erkannte Potenziale angemessen zu beschreiben. Dagegen weiß man oft sehr genau, welche Schwächen man hat und wo die Defizite sind. Es ist kein Wunder, dass Vorstellungsgespräche daher oft als Horror empfunden werden. Doch wie kann ich ‘gesund’ für mich werben? Wie schaffe ich es, einen positiven Eindruck zu hinterlassen?

    Gerade junge Bewerber verfügen logischerweise nicht über die Erfahrung und über das Können eines Menschen, der schon einige Jahre erfolgreich beruflich tätig ist. Daher ist es wichtig, gute Schulnoten und möglichst zwei, drei Praktikumszeugnisse vorweisen zu können. Der ein oder andere arbeitet vielleicht ehrenamtlich im Sportverein oder ist im Umweltschutz aktiv. Auch das sollte sich die junge Bewerberin bzw. der Bewerber bescheinigen lassen.

    Oftmals haben Schüler nicht daran gedacht, sich ein kleines, nettes Zeugnis ausstellen zu lassen. Doch wenn das letzte Praktikum nicht allzu lange her ist, gebe ich Ihnen den Rat, einfach noch einmal dorthin zu fahren und freundlich darum zu bitten, dass man Ihnen nachträglich noch ein Zeugnis ausstellt. Idealerweise hat man Sie in bester Erinnerung, ansonsten schadet es nicht, auf einem Zettel Ihren Namen, den Zeitraum des Praktikums, evtl. den Namen des Praktikumsbetreuers und eine kurze Tätigkeitsbeschreibung zu notieren, um dem Betrieb eine kleine Erinnerungsstütze zu geben. Je größer der Betrieb, desto unwahrscheinlicher, dass man noch weiß, was Sie im Praktikum geleistet haben.

    Eine kleine Übung kann sehr hilfreich sein, sich zusätzlich bewusst zu machen, worin man seine Stärken hat. Es fällt schwer, sich von den üblichen Kategorien gedanklich wegzubewegen. Oft denken Schüler nur an ihre Schulfächer, wo sie ihre Zweien und Einsen habe und meinen, mit den typischen Floskeln (”ich bin zuverlässig, flexibel, teamfähig…”) ins neue Praktikum oder in die neue Ausbildungsstelle zu kommen. Doch im Vorstellungsgespräch werden gerade diese Begriffe hinterfragt: “Was meinen Sie mit ‘flexibel’?” “Was verstehen Sie unter ‘Teamfähigkeit’?”u. s. w.. Bei diesen Floskeln kommt es darauf an, nicht zu viele von ihnen zu verwenden und diese durch konkrete Beispiele belegen zu können. Beispielsweise kümmern Sie sich um den Fußball-Nachwuchs oder haben in der Schulklasse die Aufgabe des Klassensprechers übernommen, was Sie glaubwürdiger macht, wenn Sie von “Teamfähigkeit” sprechen.

    Doch es ist nützlich, sie einfach mal einen Zettel zu nehmen und all die Dinge aufzulisten, die man gerne tut, die Spaß machen, die zeigen, dass man Erfolg darin hat. Es geht erst einmal nicht darum, zu sehen, was sofort direkt eins-zu-eins beruflich verwertbar ist, sondern, spontan all das aufzulisten, worin man aufgeht, seine Freude hat und wo man sich entwickelt. Die eine schreibt gerne Gedichte ( schreibt gut), der andere kennt sich mit bestimmten Computerspielen (computertechnisch begabt) aus. Ein anderer sammelt gewisse Modellautos (ordnungsliebend, behält den Überblick…), eine andere wiederum spielt hervorragend ein Musikinstrument (musikalisch talentiert).

    Eine wichtige, andere Methode, seine Stärken und Fähigkeiten benennen zu können, besteht darin, einfach sein Umfeld danach zu fragen. Es gibt die Möglichkeit, sich einige Fragen selbst auszudenken oder in der Literatur oder im Internet nach Fragebögen Ausschau zu halten, die man lediglich kopiert bzw. ausdruckt.

    Einige Fragen könnten lauten: “Wie siehst Du mich?”, “Was kann ich besonders gut?”, “Wie würdest Du mich in drei Sätzen beschreiben?” “Bitte kreuze an: Ich bin eher ‘ruhig’, ‘aktiv’ oder ‘total lebhaft’?”, “Welchen Spitznamen würdest Du mir geben?”, “Wenn Du Webung für meine Person machen müsstest, mit welchen fünf Worten würdest Du mich charakterisieren…?”, “Was zeichnet meine Kreativität aus?”… diese Liste ließe sich beliebig fortsetzen. Wer sich die Mühe macht und etwas mutig ist, befragt z. B. auf diese Weise einige Freundinnen bzw. Freunde, Familienangehörige oder wen auch immer.

    Überlegen Sie sich auch einmal, wofür Sie zuletzt (konkret!) gelobt wurden! Seien Sie nicht traurig, wenn Ihnen spontan nichts einfällt. Wir sind es häufig gewohnt, Lob zu vergessen und sich stattdessen eher unangenehme Dinge zu merken.

    Egal, was Sie im Einzelnen über sich (und die Sichtweise anderer) herausfinden werden, Sie beschäftigen sich mit Ihren kleinen oder großen Erfolgsgeschichten! Sie merken vielleicht, dass Ihr Hobby doch mehr von Ihnen an Kreativität und Ausdauer abverlangt, dass Sie in der Lage sind, sich scheinbar mühelos in eine neue Materie hineinzuarbeiten! Und plötzlich sind Sie schon ein echter Profi und Experte!

    Das Dumme ist oft, dass junge Leute dazu neigen, zu sagen, dass”das doch nichts Besonderes” sei, “das könne doch jeder”. Doch machen Sie sich klar, man erwartet nicht von Ihnen das, was andere nach vierzig Berufsjahren können! Man erwartet von einem jungen Menschen eben, was einen jungen Menschen idealerweise auszeichnet: Begeisterung, etwas Idealismus, und erste konkrete Erfahrungen in dem einen oder anderen Bereich. Dafür, dass Sie (noch) jung sind, müssen Sie sich also nicht entschuldigen. Und niemand wird erwarten, dass Sie neben der Schule und der ersten Praktika noch wer weiß was Großartiges (z. B. den Nobelpreis) präsentieren können! Doch das, was Sie vorweisen können, sollten Sie souverän - beispielsweise im Vorstellungsgespräch - benennen können!

    Es schadet auch nicht, sich mehrfach zu bewerben, um die Möglichkeit zu nutzen, vielleicht zwei, drei oder mehr Vorstellungsgespräche mitzumachen. Nehmen Sie es  sportlich und bekommen Sie ein Gefühl dafür, wie solche Gespräche strukturiert sind etc. Absagen kann man zur Not immer noch. So haben Sie aber die Chance, verschiedene Betriebe und Einrichtungen mal von innen her kennenzulernen! Nur, wer vergleichen kann, kann auch für sich das Beste auswählen! Immerhin betteln Sie nicht um eine Stelle, sondern bieten Ihre wertvolle Arbeitskraft und Engagement jeweils (als Schüler-Praktikant,als Ausbildunsplatzsuchender, als studentischer Praktikant, als Berufseinsteiger, als beruflich erfahrener Bewerber etc….) an.

    Nutzen Sie das Bewerbungsgespräch, um sich nicht nur selbstbewusst (nicht übertrieben!) zu präsentieren, sondern auch, um sich über den potenziellen Praktikumsbetrieb bzw. über den möglichen Arbeitgeber zu informieren. Brave “ja-Sager” haben vielleicht in manchen konservativen Betrieben eine Chance, aber besser ist es, ein klares Profil (von sich) anbieten zu können, denn allen kann man es nie recht machen.

    In diesem Sinne viel Erfolg,

    Silvio Ströver, Dipl.-Päd.

    TV-Tipp: Pro 7 “Deine Chance”

    2. Juli 2008

    Pro Sieben hat eine Sendung im Programm, das besonders für junge Bewerber interessant sein dürfte. Unter dem Titel “Deine Chance! - 3 Bewerber - 1 Job” verbirgt sich ein Wettbewerb der besonderen Art: Drei junge Menschen können dem jeweiligen Betrieb zeigen, was in ihnen steckt, welche Fähigkeiten für sie sprechen. Es gibt kleine Tests und viele Probearbeiten, die überzeugen sollen. Wer jeweils am besten abgeschnitten hat, erhält dann vor laufender Kamera die ersehnte Ausbildungsstelle. Nicht immer ganz einfach, nicht immer ganz ohne Tücken, aber wer es sportlich sieht, kann selbst solch einen Wettbewerb als gutes Training ansehen und erhält offenbar auch dann Unterstützung, wenn ein anderer das Rennen gemacht hatte: So berichtet beispielsweise die Brunner GmbH auf ihrer Website davon, wie sie allen drei Bewerbern weiterhelfen konnte: http://www.brunnergmbh.com/drei_bewerber_eine_chance.htm

    Wer die Nerven behält und eine faire Firma vorfindet, kann also demnach nicht wirklich verlieren. Wer sich über weitere Programm-Termine zur Sendung informieren möchte, kann einfach dieses Suchfenster hier öffnen: http://www.prosieben.de/service/tvprogramm/?action=onSuche&genre=&search=Deine+Chance&submit.x=0&submit.y=0&submit=submit

    Neben denProgrammhinweisen haben Sie aber auch die Möglichkeit, Videobeiträge von Bewerbungsprofis zu sehen:

    Der Bewerbungstrainer Oscar Winzen spricht zu den Begriffen “Nicht verstellen”, “Verlieren”, “Verhalten reflektieren”, “Hobbys”, “Fehler” und über“Nicht schauspielern”, über das “Ehrlich sein” und “Engagement zeigen”, währen…

    Frau Dr. Andrea Teutenberg-Raupach “Videos über das “Anpacken”, “Nobody is perfect”,“Teamwork”, “Unangenehme Aufgaben”, “Kleidung” und “Körpersprache”, “Mitleid des Chefs”, “Sich interessant machen”, “Fragen stellen” und “Ablehnung hinterfragen” präsentiert.

    Jan Erik Meyer ist der dritte Coach, der hier in Videobeiträgen zu sehen ist. Er klärt über die “Bewerbungsmotivation”, über das “Foto”, über das “Fragen” und “Lernen”, aber auch über das “Locker bleiben”, über “Klasse statt Masse” und über die richtige “Vorbereitung” auf.

    Dorothea Böhm weist schließlich junge Bewerberinnen und Bewerber auf “Manieren”, auf das “Piercing”, das richtige “Outfit”, auf “Hilfe”-Möglichkeiten und auf das effektive “Konfliktmanagement” hin.

    Wer also mehr sehen möchte, hat noch die Möglichkeit, einige TV-Folgen zu sehen und sich die oben aufgeführten Videos im Internet anzuschauen oder sich für diese Sendung zu bewerben. Auch sind natürlich mögliche Ausbilder aufgerufen, sich bei Pro Sieben zu melden:

    Hier das Pro Sieben-Video dazu:

    http://www.prosieben.de/lifestyle_magazine/deine_chance/videoplayer/artikel/40956/

    Viel Erfolg, ;-)

    Silvio Ströver

    01.07.2008: Jobcoach-Blog-Start

    1. Juli 2008

    Seit heute steht endlich (mit aktuellster Wordpress-Software) das neue Nachfolger-Weblog rund um die Bewerbung und Berufswahl! Dieses Weblog mit der Adresse: http://www.jobcoach.stroever.net wird zukünftig (und verbindlich) das bisherige Berufswahlhelferblog (bzw. das zwischenzeitlich installierte Bewerbungsmanagementblog) ablösen.

    Ältere Beiträge aus dem Vorgängerblog habe ich auch hier schon zum größten Teil wieder eingefügt. Viel Spaß beim Stöbern im Archiv und beim Lesen der neuen Jobcoach-Blogeinträg!

    Gruß,

    Silvio Ströver, Diplom-Pädagoge

    Web.de: Job-Messen 2008

    28. Mai 2008

    Web.de hat unter dem folgenden Link eine aktuelle Liste mir bevorstehenden Job-Messen ins Netz gestellt. Solche Messen sind u. Umständen sehr wichtig, um neue Impulse und Ideen zu bringen (Altbewerber!). Das gilt sowohl für junge Bewerber als auch für all diejenigen, die sich um Jugendliche kümmern und ihnen bei der Bewerbung helfen. Es dürfte klar sein, dass es kaum eine “neutrale” Jobmesse geben kann. Jede ausstellende Firma steht natürlich für individuelle, wirtschaftliche Interessen. Das muss man nur wissen, um Bewerber-Infos richtig einschätzen zu können. Mir liegen viele solcher Broschüren und bunten Heftchen von diversen Betrieben vor, alle wollen - das ist nachvollziehbar - ein Stück weit Reklame für sich machen und eine effektive Personalwirtschaft betreiben. So kommt der interessierte Nachwuchs (fast) wie von selbst ins Haus, oder zumindest - nach dem Ausfüllen einer Gewinnkarte oder nach irgendeiner Spielaktion, bei der man seinen Namen angeben muss - in die jeweilige Datenbank eines Unternehmens. Aufgeklärte Schüler wissen das und können sich bewusst dafür oder dagegen entscheiden. Doch als Ergänzung zur herkömmlichen Berufsberatung (Familie, Freunde, Schule, professionelle Berufsberater) ist solch eine Messe sehr sinnvoll, weil der Erlebniswert natürlich oft entsprechend hoch ist: Berufswahl muss schließlich auch Spaß machen!

    Wer sich also über neue Messen und Aktionen informieren möchte, klicke einfach auf den folgenden Link:

    http://magazine.web.de/de/themen/beruf/bewerbung/bewerben/ 5122552-Job-und-Karrieremessen-im-Jahr-2008.html

    In diesem Sinn:

    Viel Spaß, ;-)

    Silvio Ströver, Dipl. Pädagoge

    Einmal abheben, aber bitte möglichst fehlerfrei!

    22. Mai 2008

    Viele Jungen, aber glücklicherweise inzwischen auch Mädchen, haben einen klassischen, großen Traum: Einmal möchten sie als Pilot/-in Karriere machen. Wer diesen Traum noch nicht ausgeträumt hat und gute Schulnoten mitbringt, kann sich natürlich auf solch eine Berufchance freuen. Eine interessante Website informiert auf dem folgenden Link über diesen Beruf des/der Piloten/Pilotin:

    http://www.berufswahlheft.de/aktuell/berufswahl/tipps_4.php

    Grundsätzlich gilt (Zitat der oben genannten Website):

    ” In diesem Job gibt es keine geschlechtsspezifischen Knock-Out-Kriterien. Er ist einfach nichts für labile Naturen. Wer zur Luftwaffe möchte, sollte starke Nerven und eine robuste Gesundheit haben. Immerhin müssen etwa Eurofighter-Piloten bis zum neunfachen der Erdanziehungskraft bei der Beschleunigung aushalten.”

    Wer mehr über diesen Beruf erfahren möchte, kann sich auch im Hamburger Abendblatt kundig machen. Dort wird in der Serie “Grenzerfahrung” (Teil 13) über die enormen Kräfte berichtet, die Piloten des Eurofighters ausgesetzt sind: http://www.abendblatt.de/daten/2006/09/02/605795.html

    Hamburger Abendblatt:Doppelt so schnell wie der Schall. http://www.abendblatt.de/daten/2006/09/02/605795.html (Gelesen am 22.05.2008)

    MWB Medien GmbH Verlag: Berufswahl 2008. Mein Weg in die Zukunft. (Münchener Ausgabe 24): Traumjob Pilot. Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. http://www.berufswahlheft.de/aktuell/berufswahl/tipps_4.php (Gelesen am 22.05.2008)

    Ein weiterer Link-Tipp über (die Vermeidung von) Bewerbungsfehler(n) im Vorstellungsgespräch erreichte mich gestern Abend:

    http://www.cnn.com/2008/LIVING/worklife/05/12/cb.interview.misakes/index.html

    Keine Angst vor Fehlern, denn die macht jeder, der überhaupt etwas macht! Selbst die angegebene CNN-Webadresse enthält dazu einen Rechtschreibfehler, wer genau hinschaut. ;-) (Gefunden?)

    Wichtig ist es, darum geht es doch bei der ganzen Sache, generell gut mit Fehlern umgehen zu können. Und wie man aus Fehlern lernt, erfahren Sie auf den angegebenen Link. Beispielsweise zeigt dieser Hinweis:

    “• Know what to expect: Expect to hear staple interview questions: “What’s your biggest weakness?” “Why do you want to work here?” “Tell me about yourself.” “Why did you leave your last job?” These open-ended questions are harder to answer than they sound, so think about your responses before the interview.”

    …,dass es von zentraler Bedeutung ist, sich vor dem Vorstellungsgespräch auf offene Fragen gute Antworten zu überlegen. Diese sind, wie CNN hingewiesen hat, viel schwieriger zu beantworten als geschlossene Fragen, die kurze Antwortmöglichkeiten wie “ja” oder “nein” ermöglichen. Daher komme ich auch an dieser Stelle nicht umhin, auf den Schwerpunkt meiner Arbeit hinzuweisen: Jede Bewerberin bzw. jeder Bewerber sollte sich stets überlegen, über welche besonderen Fähigkeiten sie bzw. er verfügt. Das ist meiner Erfahrung nach die schwierigste Vorarbeit, der sich Bewerbende mit oder ohne Hilfe stellen müssen.

    Wer keine konkreten Erfolge und Kompetenzen nennen kann, neigt nämlich schnell dazu, Floskeln und Phrasen zu benutzen wie z. B: ich bin fleißig, zuverlässig, teamfähig etc.”

    Doch es werden weitere Fehlermöglichkeiten aufgelistet, z. B: der lustige Hinweis • The applicant took out a hair brush and brushed her hair”. Wer diese Fehlerliste humorvoll annehmen kann, wird sicher im nächsten Vorstellungsgespräch seine Fehlerquote reduzieren. Ihnen viel Erfolg dabei!

    Anonsten viel Spaß und weiterhin viel Erfolg bei Ihrer Berufswahl und einen Dank an kreetrapper für diesen nützlichen CNN-Link-Tipp,

    Gruß,

    Silvio Ströver, Dipl. Päd.

    Dank der Demographie automatisch zum Traumjob?

    15. Mai 2008

    Nach einer Zeitungsmeldung vom 14.05.2008 (Westfälische Rundschau, Nr. 111) zu urteilen, scheint sich die Lage für junge Bewerber um eine Ausbildungsstelle allmählich zu entspannen. Der demographische Faktor wirkt sich offenbar inzwischen zugunsten der Ausbildungsplatzsuchenden aus:

    Folgende Ausbildungsstellen sind gemeldet:

    01. Industriekaufmann/-frau

    02. Einzelhandelskauffrau /-mann

    03. Bankkaufmann /-frau

    04. Bürokauffrau /-mann

    05. Industriemechaniker /-in

    06. Kauffrau /-mann im Groß- und Außenhandel (Fachrichtung Großhandel)

    07. Kaufmann /-frau für Bürokommunikation

    08. Verkäufer/ -in

    09. Medizinische /-r Fachangestellt/-r

    10. Koch / Köchin

    Dagegen sind folgende Ausbildungsstellen bisher unbesetzt:

    01. Kaufmann / -frau im Einzelhandel

    02. Bürokauffrau / -mann

    03. Industriekaufmann / -frau

    04. Verkäufer / -in

    05. Kauffrau / -mann im Groß- und Außenhandel (Fachrichtung Großhandel)

    06. Industriemechaniker /- in

    07. Kauffrau / -mann für Bürokommunikation

    08. Koch / Köchin

    09. Fachverkäufer / -in im Lebensmittelhandwerk (Schwerpunkt Bäckerei)

    10. Bankkauffrau /-mann

    (vgl. Westfälische Rundschau, Nr. 111, 14.05.2008, S. 2)

    Bedeutet das, dass bequeme Bewerber einfach warten müssen, bis der Ausbilder “hier” schreit? Ich denke, dass wäre mit absoluter Sicherheit die falsche Einstellung. Denn schwache Leistungen bzw. fehlende Umgangsformen werden trotzdem nicht gerne gesehen:

    Der in der WR zitierte Ausbildungsexperten Thilo Pahl (DIHK) beschreibt, dass das mündliche und schriftliche Ausdrucksvermögen und die Mathematikkenntnisse von jungen Bewerberinnen und Bewerbern zu wünschen übrig lassen. Zudem hätten viele nur gering ausgeprägte Sozialkompetenzen, auch wird die mitunter hohe Zahl von Altbewerbern (ab einer mindestens einjährigen Ausbildungsplatzsuche gilt der Jugendliche als “Altbewerber”) beklagt. Ein Fünftel der Jugendlichen schaffe es nur, auf Grundschulniveau zu rechnen, lesen und zu schreiben (vgl. Westfälische Rundschau, Nr. 111, 14.05.2008, S. 2).

    Offenbar muss sich die Wirtschaft auch verstärkt um leistungsschwächere Bewerber kümmern, will man den jeweiligen Personalbestand nicht reduzieren. Doch ich kann mir nicht vorstellen, dass dies bedeutet, dass jede(r) auf jeden Fall jede Wunsch-Ausbildungsstelle erhält. Wer als Schüler bereit ist, etwas mehr zu tun, um gegen seine Schwächen anzugehen, kann sicher sein, optimale Chancen auf dem Ausbildungsmarkt zu haben.

    Schließlich gilt auch hier, nicht nur das zu nehmen, was sich so ergibt, sondern idealerweise auszuwählen. Kluge Bewerber arbeiten an sich, um das Bestmögliche zu erreichen. Wer meint, die Demographie garantiere quasi ohne eigenes Zutun eine Ausbildungsstelle, wird sich gewiss noch wundern…

    Also, lernen, üben und arbeiten Sie für sich,

    das freut nicht nur den Arbeitgeber,

    Gruß,

    Silvio Ströver, Dipl. Pädagoge

    Neues Theme

    7. Mai 2008

    Nur zur Information:

    Aufgrund dessen, dass es Schwierigkeiten mit dem bisherigen Theme gab, habe ich das klassische Theme von Wordpress hier wieder eingebaut.

    Webmaster-Grüße

    Silvio Ströver

    Gestern arbeitsloser Schauspieler, heute arbeitender Hilfskoch!

    4. Mai 2008

    Es ist wichtig für junge Leute, zu wissen, dass es nicht immer “glatt” geht, was die eigene Berufsplanung anbetrifft. Das passiert heute vielen Bürgern, egal, ob sie schon jahrelang in Lohn und Brot standen oder erst Berufsanfänger sind.

    Wichtig ist, zu wissen, dass es solche Brüche im Lebenslauf inzwischen häufig gibt und es u. a. darauf ankommt, wie man sich in solchen Situationen verhält Einige Arbeitslose verfallen in Depressionen und bleiben - resignierend - zurück. Andere wiederum ergreifen jede realistische Chance, um beruflich wieder auf die Beine zu kommen. Und manchmal wird einem unverhofft geholfen:

    Die JobCenter ARGE Dortmund bot einem arbeitslosen Schauspieler, Marco-Jorge Rudolph, eine Maßnahme an, um sich beruflich als Koch zu bewähren. Der Clou der Dortmunder ARGE: Statt Arbeitslosen ihre Arbeitslosigkeit zu finanzieren, erhielt der junge Mann eine zweijährige Jobmöglichkeit, um seinen Lebenslauf wieder mit einer beruflichen Tätigkeit aufzufüllen und wieder neu Hoffnung zu schöpfen. Selbst, wenn er am Ende evtl. nicht übernommen werden kann, steht er nun als Bewerber mit besseren Chancen dar! Es bleibt nur zu wünschen, dass er im Anschluss wirklich eine Jobperspektive haben wird! Anschaulich wird dies hier (Yahoo Deutschland: ddp-Meldung vom 14. März 2008) beschrieben:

    http://de.news.yahoo.com/ddp/20080314/ tde-vom-schauspieler-zum-hilfskoch-d9e70c2.html

    Auszug:
    “Rund fünf Jahre war der ausgebildete Schauspieler arbeitslos. «Einen Feierabend, bei dem ich mich zufrieden zurücklehnen konnte und wusste, ich habe heute etwas geschafft, gab es da nicht», sagt der gebürtige Dortmunder. Doch diese Zeit gehört inzwischen der Vergangenheit an. Mit Hilfe eines Projekts der Dortmunder Arbeitsgemeinschaft (Arge) fand er vor einem Jahr eine Stelle als Hilfskoch und verdient sich seitdem nicht nur wieder sein eigenes Geld, sondern auch den täglichen Feierabend.”

    Quelle:

    Yahoo Deutschland: Vom Schauspieler zum Hilfskoch. http://de.news.yahoo.com/ddp/20080314/ tde-vom-schauspieler-zum-hilfskoch-d9e70c2.html

    Dieser Ansatz, in Menschen zu “investieren”, kann ich aus pädagogischen (und auch aus wirtschaftlichen) Gründen nur gutheißen. Es wäre aus meiner Sicht für Arbeitgeber und Arbeitnehmer von Nutzen, wenn der Förderansatz der JobCenter ARGE Dortmund bundesweit Schule machen würde.

    Silvio Ströver, Dipl. Pädagoge

    Link-Tipp:

    JobCenter Arge Dortmund: Projekte. http://www.arge-dortmund.de/index.php?cm_id=projekte&id=1

    3sat-Mediathek: Girls Day 2008

    28. April 2008

    Die Mediathek des Senders 3sat bietet einen Film zum letzten Girls Day 2008.

    Klicken Sie dazu in die Sidebar auf “Service” und danach ins Menü “Mediathek”.

    http://www.3sat.de

    Dort geben Sie “Girls Day” ins Suchfenster ein - fertig!

    Viel Spaß dabei,

    Silvio Ströver

    Girls Day 2008

    25. April 2008

    Der diesjährige Girls Day hat hoffentlich vielen Mädchen und jungen Frauen helfen können, sich über den eigenen Wunschberuf im Klaren zu werden. Zahlreiche Aktionen belegen, dass das Thema hoch aktuell ist. Frauen sollen den Beruf ergreifen können, den sie gerne ausüben möchten. Im Übrigen gilt das auch für Männer. Zudem macht es auch einfach Spaß, mit jungen Leuten etwas zu unternehmen, um sie auf die vielen Möglichkeiten im Berufsleben hinzuweisen. Schöne Berichte über diverse Girls-Day-Aktivitäten lesen Sie u. a. hier:

    Rebecca berichtet, wie sie ein Herz zum Blinken brachte: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/rebecca

    Maria weiß etwas zum Bankwesen zu berichten: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/maria

    Melanie hat im Forstamt gearbeitet: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/melanie

    Jana schuftete in einer Metallwerkstatt: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/jana

    Susanne mischte in der Lokalpolitik mit: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/susanne

    Lena war begeistert davon, zu schrauben und zu löten: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/lena

    Natascha durfte bei der Telekom u. a. Websites erstellen und Netzwerke einrichten: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/natascha

    Sandra beschäftigte sich im Fraunhofer Institut mit dem Zellaufbau: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/sandra

    Sabrina “meldete sich” bei der Bundeswehr: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/sabrina

    Melissa fragte sich, wie wohl ein Chip funktioniert: http://www.girls-day.de/zielgruppen/maedchen/tipps/mein_girls_day_2007/melissa

    Zum Schluss habe ich noch drei Links für interessierte Mädels, die einige Berufe online besser kennenlernen möchten:

    http://www.lizzynet.de/dyn/

    99610.php?sid=76438027244448539517558655898980

    oder auch:

    http://www.lizzynet.de/dyn/

    99590.php?sid=41857572062378883120907570780910

    und

    http://www.girls-day.de/zielgruppen/schulen/berufsorientierung/links_tipps

    Viel Erfolg!

    Gruß,

    Silvio Ströver, Dipl.-Pädagoge